62 Abiturienten des Klettgau Gymnasiums Tiengen (KGT) haben ganz getreu ihrem Motto: „Adios Amigos. Nach zwölf Jahren Siesta kommt die Fiesta“ ihre ausgezeichneten schulischen Leistungen gefeiert. Mit einem Stufendurchschnitt von 2,2 halten sie nun den höchsten deutschen Schulabschluss in ihren Händen. Eva Albicker und Jeremia Presch haben mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen.

Jeremia Presch erhielt für sein soziales Engagement einen Kaktus von der Vorsitzenden des Fördervereins Frau Daza, da dieser getreu mit ...
Jeremia Presch erhielt für sein soziales Engagement einen Kaktus von der Vorsitzenden des Fördervereins Frau Daza, da dieser getreu mit der Natur und damit auch mit der Wahrheit lebe. | Bild: Vanessa Amann

22 Schüler mit 1,9 oder besser

Diese Übergangsphase, vor der die Abiturienten nun stehen, nannte Schulleiter Manfred Römersperger „die Ruhe vor dem großen Sprung“. Mit der erwünschten Klimaneutralität, einer neuen Friedensordnung in der Welt und den endlichen Ressourcen würden die Graduierten vor großen Herausforderungen stehen.

Die Zeugnisse wurden von Manfred Römersperger, Schulleiter des KGT, übergeben.
Die Zeugnisse wurden von Manfred Römersperger, Schulleiter des KGT, übergeben. | Bild: Vanessa Amann

„Die Gesellschaft braucht euren Einsatz. Nicht nur für unsere, sondern auch für eure Zukunft“. Zudem könnten die Schulabgänger stolz auf ihre Leistungen sein, denn die gesamte Stufe hat das Abitur gemeistert und 22 Schüler erreichten eine Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma. Dass Abiturienten immer auch eine Vorbildfunktion ausüben, betonte Schülersprecher Samy Daza. „Ihr steht für ein gelungenes Abitur und ihr seid das Ziel, worauf alle Schüler am KGT hinarbeiten“, so der Elftklässler.

Durch den Abend führten die zwei Abiturienten Nils Rebholz und Linus Müller (von links).
Durch den Abend führten die zwei Abiturienten Nils Rebholz und Linus Müller (von links). | Bild: Vanessa Amann

Die diesjährige Scheffelpreisträgerin Ella Gruner verwies auf das Privileg, welches Schüler in Deutschland innehätten: „Ich bin sehr dankbar, dass wir wertvolle Dinge wie Bildung, Wärme und Sicherheit als alltäglich ansehen. Wohingegen tausende Jugendliche in der Ukraine flüchten mussten und Bildung für Millionen Kinder im globalen Süden häufig nur ein unerfüllter Wunsch bleibt.“

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OB Philipp Frank ging auch auf die heutige Fehlerkultur ein. „Probieren sie sich aus. Ein Spurwechsel ist keine Niederlage, das muss erlaubt sein“. Zudem sprach er sich für deren Weltoffenheit aus, denn „nur mit einer regionalen Perspektive kommt man nicht mehr durch diese Welt“. Allerdings sei gerade die Gewissheit, wo die eigenen Wurzeln liegen, von Bedeutung. Und damit ließ er die Abiturienten wissen, dass die Region sie immer mit offenen Armen willkommen heißen wird.

Auch der Oberbürgermeister Philipp Frank beglückwünschte die Abiturienten.
Auch der Oberbürgermeister Philipp Frank beglückwünschte die Abiturienten. | Bild: Vanessa Amann