Mit „feelok.de“ (sprich feel-o.k.) hat der Verband eine internetbasierte Plattform zur Gesundheitsförderung und Prävention im Jugendalter aufgebaut. Hier werden verschiedenen Themen wissenschaftlich fundiert und jugendgerecht behandelt. Mit dabei sind auch Teilnehmer aus Tiengen.

Ziel dabei ist, die Jugendlichen zu unterstützen, ihren Lebensstil aktiv und bewusst gesundheitsfördernd gestalten zu können sowie die zahlreichen Herausforderungen und Anforderungen zu bewältigen, die typisch für das Jugendalter und die heutige Zeit sind. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines guten Selbstwertgefühls, ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität, Medien und Stress sowie die Prävention von Alkoholmissbrauch und Cannabiskonsum. In Kooperation mit Fachorganisationen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz werden die Inhalte länderübergreifend entwickelt und fortlaufend aktualisiert.

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Mit dem Projekt „Feelok2.0“, das auch vom Landesministerium für Soziales gefördert wird, strebt der Verband nun landesweit einen Kompetenzzuwachs in der allgemeinen Gesundheitsprävention an. Für Lehrpersonen und Sozialarbeiter, sogenannte Multiplikatoren, stehen auch gebrauchsfertige Unterrichtseinheiten in Form von Ablaufplänen, Methoden und Arbeitsblättern zur Verfügung.

Um die Suchtprävention für unterschiedliche Altersgruppen attraktiver zu machen, wurden jetzt Jugendliche im Jugendzentrum Tiengen (JuZ) aktiv in die Gestaltung der Gesundheitsplattform „feelok.de“ in einer Schreibwerkstatt eingebunden. „Es ist uns ein Anliegen, die Inhalte für alle Jugendlichen verständlich und ansprechend zu gestalten“, erklärt Projektkoordinatorin Michelle Knötzsch vom bwlv. Dazu gehöre vor allem, unterschiedliche Sprachniveaus zu berücksichtigen und sprachliche Barrieren abzubauen.

Auf der Suche nach Hilfe durch eine pädagogische Organisation, die sich am Puls der Zeit orientiert und im engen Kontakt mit den Jugendlichen steht, eröffnete sich der Brückenschlag zum Jugendzentrum (JuZ) Tiengen.

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„Wir stehen im engen Kontakt mit den Jugendlichen aus unterschiedlicher sozialer Herkunft und Bildungsniveaus“, erklärt Alexander Rombach, sozialpädagogischer Leiter des JuZ in Tiengen. Weiterhin sei die offene Jugendarbeit der beste Rahmen für die Schreibwerkstatt. Ein anderer Blickwinkel auf die Beiträge und eine direkte Rückmeldung zu den unterschiedlichen Themen sei eine tolle Bereicherung gewesen.

„Manches war nicht mehr aktuell oder Wörter passten nicht. Oft haben Erwachsene nicht so den Überblick, was bei Jugendlichen gerade angesagt ist oder manchmal war auch der Text einfach zu lang“, so Rombachs Resümee, der sich auch durchaus eine Fortsetzung der Schreibwerkstatt vorstellen kann.

Die Betreuer der Schreibwerkstatt zum Projekt „feelok2.0“ im Jugendzentrum JuZ Tiengen (von links): Alexander Rombach ...
Die Betreuer der Schreibwerkstatt zum Projekt „feelok2.0“ im Jugendzentrum JuZ Tiengen (von links): Alexander Rombach (Leiter JuZ Tiengen), Michelle Knötzsch (lvbw, Projektkoordinatorin), Niclas Zimmermann (JuZ, Student im Praktikum). | Bild: Melanie Mickley

Die fertig überarbeiteten Beiträge von den zwölf- bis 17-jährigen Teilnehmern der feelok-Schreibwerkstatt werden dann namentlich auf der Internetseite der Gesundheitsplattform „feelok.de“ aufgeführt.

Durch die Förderung des Landesministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration werden jetzt auch Schulungen für pädagogische Fachkräfte möglich, um die feelok-Plattform kennenzulernen und die Umsetzung der Arbeitsmodule praxisnah im Unterricht zu erproben. Der nächste Termin findet am 18. Mai und am 1. Juni von 14 bis 16 Uhr online statt. Eine Anmeldung ist möglich per E-Mail (feelok@bw-lv.de).