Herbert Schnäbele

Höchenschwand/waldshut-Tiengen – Als ein besonderes Projekt mit Interimsdirigent Frank Pohl bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins Aispel-Rohr, Dieter Bächle, das Jahreskonzert, das traditionell wegen der guten Akustik im Haus des Gastes in Höchenschwand stattfand. Bächle freute sich über die zahlreich erschienenen Besucher und begrüßte nach dem Auftakt der Musikkapelle mit dem Militärmarsch „March of the Belgian Paratrooppers“ von Pierre Leemans als Ehrengäste OB Philipp Frank, Bürgermeisterin Petra Dorfmeister mit Ehemann, sowie neben befreundeten Vereinsvertretern auch Musikfreunde aus Turgi/Schweiz.

Die Schleifpaier-Schlagzeuger bei der Zugabe zum „Sandpaper Ballet“ von Leroy Anderson.
Die Schleifpaier-Schlagzeuger bei der Zugabe zum „Sandpaper Ballet“ von Leroy Anderson. | Bild: Herbert Schnäbele

Gleich zu Anfang bedankte sich Bächle bei Frank Pohl für die Durchführung des Konzertes, für das seit den großen Ferien geprobt worden sei. „Es ist nicht leicht, für die derzeit vakante Stelle einen musikalischen Leiter zu finden“, beschrieb Bächle die Situation des Vereins.

Nahtlos übernahm danach Annabelle Steiger die Moderation und führte informativ und kurzweilig durch das Programm. Im ersten Konzertteil gab es mit „Aarwangen Crossroads“ von Carl Wittrock (Auftragskompostion anlässlich eines Kantonalen Musikfestes in Aarwangen/Kantorn Bern) und dem originellen „Sandpaper Ballet“ von Lerroy Anderson zwei weitere Darbietungen, bei den die Musikerinnen und Musiker ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Eine zusätzlich lustige Einlage boten die „Schleifpapier-Schlagzeuger“ beim Sandpaper Ballet. Nach der Pause mit Losverkauf für eine Tombola begann der zweite Teil sehr schwungvoll mit „Stockholm Waterfestival“ – als Spaziergang durch Stockholm, so die Ansagerin – mit bemerkenswerter Schnelligkeit und markanten Rhythmuswechseln.

Der Musikverein Aispel-Rohr (Bild) begeisterte mit seinem Jahreskonzert die zahlreichen Besucher im nahezu voll besetzten Haus des ...
Der Musikverein Aispel-Rohr (Bild) begeisterte mit seinem Jahreskonzert die zahlreichen Besucher im nahezu voll besetzten Haus des Gastes in Höchenschwand. Links Interimsdirigent Frank Pohl. | Bild: Herbert Schnäbele

Gut gemeistert wurde das anschließende nicht einfach zu spielende Beatles-Medley mit „Hey Jude“ als herausragender Ohrwurm, der sehr authentisch gelang. Die nachfolgende Finkensteiner Polka von H. Mück und A. Pfluger, und der Schönfeld-Marsch von Carl. M. Ziehrer, beide sehr markant dargeboten, ergänzten die beachtliche Bandbreite des Konzertes. Nach wiederholt heftigem Beifall erfolgten noch drei Zugaben, bevor zur Ziehung der Lose übergegangen werden konnte. Nicht fehlen durfte bei den Zugaben noch einmal das „Sandpaper Ballet“ mit seinen schlagkräftigen Schleifpapier-Schlagzeugern, alles in allem ein sehr unterhaltsames und gelungenes Jahreskonzert.