Radfahrer haben es in Waldshut-Tiengen schwer. Es fehlt eine gut ausgebaute Infrastruktur, die sicheres und zügiges Fahren ermöglicht. Dieser Ansicht sind die Grünen. Der Kreisverband Waldshut mit seinen Sprecherinnen Cordula Maier und Carmen Studinger hat anlässlich des „Stadtradelns“ zu einer Fahrrad-Demo aufgerufen. Ein gutes Dutzend Menschen folgte der Einladung. Größtenteils wurden die Räder geschoben. Unter Geklingel ging es vom Viehmarktplatz durch die Wallstraße zum Conrad-Gröber-Platz, zum Busbahnhof und zurück durch das Obere Tor vor das Rathaus.

Lautstark vorgetragene Forderungen: Petra Thyen, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Waldshut-Tiengener Gemeinderat, vor dem Waldshuter Rathaus, wo die Fahrrad-Demo endete.
Lautstark vorgetragene Forderungen: Petra Thyen, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Waldshut-Tiengener Gemeinderat, vor dem Waldshuter Rathaus, wo die Fahrrad-Demo endete. | Bild: Ursula Freudig

Cordula Maier, Petra Thyen (Kreisverband Waldshut und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat Waldshut-Tiengen) und Hans Saurer (stellvertretender Vorsitzender Regionalverband Südbaden Verkehrsclub Deutschland) traten ans Megafon. Sie fordern ein Verkehrskonzept, das verstärkt die Interessen der Radfahrer berücksichtigt und vor Ort zu einem Netz von durchgängigen Fahrradwegen mit vielen Abstellmöglichkeiten, mietbaren Fahrradboxen und Reparaturstationen führt. Kritisiert wurden neben fehlenden zu schmale, nicht beleuchtete, unzureichend gekennzeichnete und im Winter nicht geräumte Fahrradwege.

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Die Vorteile des Radfahrens als Beitrag zum Klima- und Lärmschutz, für die Einsparung von Parkflächen und für die Gesundheit wurden hervorgehoben. „Wir wollen den Umstieg vom Auto- zum Fahrradverkehr, aber hierfür ist eine gute Infrastruktur wichtig“, sagte Petra Thyen. Darüber hinaus würde es Cordula Maier begrüßen, wenn die Waldshuter Innenstadt weitgehend für den Autoverkehr gesperrt würde.

Hoffnung

Hans Saurer forderte zu Aktivität auf: „Wir müssen die Mobilitätswende selbst in die Hand nehmen.“ Er drückte die Hoffnung aus, dass in Waldshut-Tiengen eine Initiative für ein sicheres Radwegenetz entsteht. Ein Waldshuter Teilnehmer, der viele Jahre auswärts gelebt hat, wirft der Stadt Versäumnisse und schlechte Planung vor: „Ich kam zurück und nichts hatte sich geändert, es gibt kaum richtige Radwege, es ist überall besser als in Waldshut-Tiengen.“