Hydranten stehen in regelmäßigen Abständen in Städten und Gemeinden. Sie ermöglichen die Wasserentnahme aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Normalerweise sind Hydranten rot – passend zur Signalfarbe ihre hauptsächlichen Nutzer: der Feuerwehr.

Doch es gibt Ausnahmen: In der Waldshuter Kaiserstraße steht seit etlichen Jahren ein pinkfarbenes Exemplar. Dem Hydranten, der sich vor einer Parfümerie befindet, haben wir in der Vergangenheit bereits an dieser Stelle eine Kolumne gewidmet.

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Diesmal soll es um ein gar funkelndes Exemplar gehen. In Unteralpfen steht nämlich ein mit Goldfarbe lackierter Hydrant. Die goldige Armatur ist ein echter Hingucker. Geht es dem Albbrucker Ortsteil finanziell so gut, dass seine Hydranten in der Farbe des wertvollen Edelmetalls lackiert wurden?

Dieser Hydrant in Unteralpfen ist einfach nur goldig.
Dieser Hydrant in Unteralpfen ist einfach nur goldig. | Bild: Juliane Schlichter

Die Gedanken des Betrachters wandern zurück zu einer Zeit, die als Goldene Zwanziger in die Geschichte eingingen. Jenem Jahrzehnt, das geprägt war vom wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch von sozialen Umruhen und jäh mit dem Börsenkrach am sogenannten Schwarzen Freitag endete.

Heute, ein Jahrhundert später, sind die Parallelen frappierend. Auch wir befinden uns in den Zwanziger-Jahren und schlittern geradewegs auf eine Weltwirtschaftskrise zu. Die Gefahr eines weiteren Weltkriegs war noch nie so groß wie in der aktuellen Situation mit Ukrainekrieg und Energiekrise.

Was auch immer die Unteralpfener mit ihrem güldenen Hydranten bezweckt hatten – er könnte als hoffnungsvolles Mahnmal dienen, dass bald wieder goldene Zeiten anbrechen.