Die Welt wächst immer enger zusammen, nicht wenige sprechen schon von einem Dorf – zumindest in der viralen Welt. Aber auch bei uns, also direkt vor der Haustüre, wächst die Welt, oder vielleicht doch lieber die Region, immer enger zusammen. So zum Beispiel in jenem kleinen, aber feinen Wohnquartier zu beiden Seiten der Gemarkungsgrenze zwischen Waldshut-Tiengen und Küssaberg. Die Rede ist von den beiden Ortsteilen Homburg und Homberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Doch bei aller Nähe werden weiter die alten Gewannnamen gepflegt und gehegt – ganz passend zu den schmucken Vorgärten der dort stehenden Häuser und vermutlich auch von jenen, die in Kürze dort noch gebaut werden. Wer Bürger von Waldshut-Tiengen ist, wohnt in Homburg, die Bürger von Küssaberg wohnen in Homberg. So hat selbstverständlich auch jeder Ortsteil sein eigenes Ortseingangsschild ungeachtet dessen, dass das gesamte Areal nur wenige Fußballplätze groß und die gelben Tafeln nicht einmal 30 Meter von einander entfernt den Weg weisen.

Das könnte Sie auch interessieren

Doch damit nicht genug. Jetzt hat der Gemeinderat von Waldshut-Tiengen Homburg zur Tempo-30-Zone erklärt. Wer als Autofahrer von der L 161 in das Quartier abbiegt, muss, fährt er geradeaus weiter, sein Tempo stark drosseln, biegt er aber nach rechts ab, darf das Gaspedal ein wenig stärker durchgedrückt werden, in der Theorie zumindest. Aber vielleicht folgt Küssaberg ja Waldshut-Tiengen und lässt Homburg und Homberg auch in Sachen Höchstgeschwindigkeit zusammenwachsen. Wäre doch ein netter Zug, nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für ein noch besseres Miteinander.