Waldshut-Tiengen – Ein Testament hat kein Verfallsdatum. Es gilt so lange, bis der Erbfall eintritt. In dieser Zeit können sich die Lebensumstände geändert haben, beispielsweise durch Heirat oder Scheidung, Geburt von Kindern und Enkelkindern, Verhaltensänderungen von vorgesehenen Erben, Vermögenszuwachs, der Einfluss auf die Freibeträge hat. Letztlich können sich auch die persönlichen Wünsche und Vorlieben ändern. Deshalb sollte das Testament nicht für lange Zeiten im Tresor verschwinden und vergessen werden. Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob es noch aktuell ist und den eigenen Wünschen und Zielen entspricht.

Bild 1: Haus & Grund Waldshut: Testament noch aktuell ?
Besteht Änderungsbedarf?
  • Das Testament kann widerrufen und neu aufgesetzt, aber auch geändert und ergänzt werden. Das neu erstellte Testament muss die nötigen Formvorschriften einhalten.
  • Es gibt keinen Vorrang zwischen einem notariellen und einem eigenhändigen Testament: Ein notarielles Testament kann auch durch ein eigenhändiges Testament widerrufen oder geändert werden.
  • Bei gemeinschaftlichen Testamenten von Eheleuten gibt es eine Besonderheit: Stirbt der erste Ehegatte, werden die Regelungen über die Erbfolge nach dem Tod des zweiten Ehegatten bindend, falls das Testament den überlebenden Ehegatten nicht von dieser Bindung befreit.
  • Es ist selten zu früh, ein Testament zu errichten, vor allem für Unternehmerinnen oder Unternehmer. Der Tod kann überraschend kommen – oder auch eine Situation, in der Testierunfähigkeit eintritt. Ohne Testament würde dann das Gesetz über die Vermögensverteilung bestimmen.
Diese 7 Punkte sind wichtig

1. Haben Sie das Testament formgültig errichtet? Das privatschriftliche Testament muss vollständig eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein, es soll die Angabe von Ort und Datum enthalten.

2. Enthält Ihr Testament eindeutig die Bestimmung eines oder mehrerer Erben?

3. Ist Ihr Testament klar und eindeutig formuliert, für jedermann verständlich?

4. Haben Sie den Pflichtteil berücksichtigt (gerade bei kinderlosen Eheleuten)?

5. Sind im Testament alle Personen genannt und zweifelsfrei bezeichnet, denen Sie aktuell etwas zukommen lassen wollen?

6. Stehen im Testament keine Personen mehr, die Sie nicht mehr bedenken wollen oder können, beispielsweise weil diese verstorben sind?

7. Ist der Fall geregelt, dass der Ehepartner nach Ihrem Tod wieder heiratet?

Mietforderungen vor Verjährung schützen

Waldshut-Tiengen – Oft sind Vermieter auf die Einkünfte aus Vermietung angewiesen. Bei vielen Forderungen an den Mieter muss die 3-jährige „Regelverjährung“ beachtet werden, die exakt am 31. Dezember eines jeden Jahres endet. Die Frist beginnt immer am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

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Sie endet drei Jahre später, am 31. Dezember und zwar genau um 24 Uhr (§§ 195, 199 BGB) und wird deshalb auch „Silvesterverjährung“ genannt.

Diese Verjährung gilt für viele mietrechtliche Ansprüche, beispielsweise:

  • Mietausfallschaden, wenn dem Mieter fristlos gekündigt wurde und die Wohnung nicht sofort weitervermieten konnten
  • Nutzungsentschädigung wegen nicht rechtzeitiger Rückgabe der Wohnung
  • Nachforderung aus einer Betriebskostenabrechnung
  • Kautionszahlung
  • Mietzahlung inklusive der monatlichen Betriebskostenvorauszahlung oder –pauschale

Nur ein Gang zum Gericht hemmt die Verjährung zuverlässig.

Der Eintritt der Verjährung kann nur verhindert werden, wenn die Forderung bei Gericht geltend gemacht wird. Eine Zahlungsaufforderung an den Mieter oder ein langer Briefwechsel über die Forderung kann die Verjährung grundsätzlich nicht stoppen.

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Forderungen können geltend gemacht werden durch folgende Maßnahmen:

  • Mahnbescheid beantragen
  • Klage erheben oder
  • Durchführung eines selbständigen Beweisverfahrens

Tipp: Ein Mahnbescheid ist kostengünstig und schnell.

Ein Mahnbescheid schützt schneller und einfacher vor der Verjährung als eine Klage und ist außerdem wesentlich kostengünstiger.

Immer auf der sicheren Seite

Waldshut-Tiengen – Wenn rund um die Immobilie Fragen auftauchen, ist Haus & Grund Hochrhein die erste Adresse – für Haus- und Wohnungseigentümer genauso wie für Vermieter oder Kauf- und Bauwillige. Wir sind politische Interessenvertretung und tatkräftiger Unterstützer rund um Ihre Immobilie(n) – mit über 2000 Mitgliedern – in einem von 900 Ortsvereinen in Deutschland!

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Jahresbeitrag für Hauseigentümer mit Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Mehrfamilienhäuser oder Geschäftsräumen ist 96 Euro (zzgl. Aufnahmegebühr 96 Euro, inkl. Zeitschriftenabonnement)

Leistungen durch Anwälte

Jedes Mitglied von Haus & Grund Hochrhein kann täglich die telefonische Rechtsberatung in Fragen rund um die Immobilie vom spezialisierten Fachanwalt in Waldshut-Tiengen, Rechtsanwälte Hilbert & Simon und St. Blasien, Rechtsanwälte Joester & Riedl, in Anspruch nehmen.

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Vier persönliche Rechtsberatungen bzw. zwei Erbrechtsberatungen sind im Jahresbeitrag enthalten.

Die Dienstleistungen durch die Geschäftsstelle
  • Mitgliederverwaltung
  • Ausfüllen von Mietverträgen
  • Insolvenz-Check Schufa
  • Mietkautionskonto
  • Kontaktdaten von Experten für Mitglieder (Energieberatung, Schädlingsbekämpfung, Schimmelbekämpfung, Steuerberatung, Wohnungsabnahme)
Die Dienstleistungen durch die Service GmbH
  • Miet-Immobilien-Verwaltung
  • Immobilienvermarktung
  • Verkauf, Vermietung
  • Immobilienbewertung
  • Mieterhöhungen
  • Betriebskostenabrechnung
  • Musterschreiben und Mietverträge
  • Günstige Versicherungen speziell für Immobilieneigentümer
Kontakt

Haus & Grund Hochrhein e. V., Rheinstraße 1, 79761 Waldshut-Tiengen, Telefon: 07751/76 76, Email verein@haus-und-grund-hochrhein.de

Weitere Informationen im Internet:
http://haus-und-grund-hochrhein.de

Erbschaftsteuer steigt ab 2023

Waldshut-Tiengen - Neue Vorschriften zum Bewertungsgesetz sorgen dafür, dass sich die Immobilienwerte ab nächstem Jahr erhöhen.

Anton Bernhard Hilbert, Vorsitzender von Haus & Grund Hochrhein e. V., erwartet bei Wohnraumimmobilien eine Wertanpassung um 20 bis 30 Prozent nach oben. Bei gewerblich genutzten Immobilien droht sogar eine Verdoppelung des Wertes. Als Bewertungsstichtag gilt der 31.Dezember 2022.

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Die Folge: Was früher noch steuerfrei übertragen oder vererbt werden konnte, löst heute eine schon erhebliche Steuerbelastung aus. Haus & Grund Hochrhein e. V. fordert, die seit mehr als zehn Jahren unveränderten Freibeträge an die neuen Immobilienwerte anzupassen.