Waldshut-Tiengen – Die Empfehlungen von Rechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert, Mitglied bei VorsorgeAnwalt e.V.:

Verwenden Sie keine vorgefertigten Formulare „von der Stange“, die im Internet verfügbar sind. Alle Vorsorgeregelungen müssen individuell abgestimmt sein. Nur dann nützen sie Ihnen auch im Ernstfall.

Patientenverfügung

  • Zweck einer Patientenverfügung: Mit einer Patientenverfügung regeln Sie schon heute, ob und wie Sie in zukünftigen Krankheitssituationen behandelt werden (Behandlungsanweisungen). Die Patientenverfügung muss schriftlich verfasst werden.
  • Formulieren Sie verständlich und konkret: Die Äußerung allgemeiner Wünsche (zum Beispiel „Ich wünsche keine lebensverlängernden Maßnahmen) genügt nicht. Die Patientenverfügung muss genaue Regelungen für bestimmte Behandlungssituationen enthalten, beispielsweise das Wachkoma oder die Demenz ohne Aussicht auf Besserung. In der heutigen Zeit sollten auch Regelungen für eine schwerwiegende Corona-Erkrankung nicht fehlen. Für den Fall, dass eine dieser Situationen eintreten sollte, schreiben Sie in der Patientenverfügung vor, welche Behandlungen (zum Beispiel Wiederbelebung, Transplantation, maschinelle Beatmung) Ihr Arzt dann durchführen darf oder unterlassen muss.
  • Verbindlichkeit der Patientenverfügung: Ihre Anweisungen in der Patientenverfügung sind verbindlich. Das medizinische Personal muss sie befolgen. Ein Arzt, der Sie entgegen dem niedergelegten Willen behandeln würde, beginge eine strafbare Körperverletzung. So lange Sie sich selbst, wenn auch nur durch Gesten, verständlich machen können, hat Ihr Wille Vorrang. Erst bei Einwilligungsunfähigkeit (Bewusstlosigkeit) werden die Regelungen in der schriftlichen Patientenverfügung verbindlich.
  • Keine regelmäßigen Bestätigungen erforderlich: Es ist nicht nötig, dass Sie die Gültigkeit der Patientenverfügung jährlich bestätigen.
  • Patientenverfügungen entlasten die Angehörigen: Mit Ihrer Patientenverfügung nehmen Sie Ihren Angehörigen die Last, schwere Entscheidungen treffen zu müssen.

Erstellen Sie zusätzlich eine Vorsorgevollmacht

  • Unterstützung Ihres Willens durch den Bevollmächtigten: Vertrauen Sie nicht der Patientenverfügung allein. Bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, Ihren Willen auch durchzusetzen, wenn der Ernstfall eintritt. Das können Sie mit einer Vorsorgevollmacht regeln. Diese Vollmacht kann der Ehepartner übernehmen, aber auch ein Familienangehöriger oder ein Vertrauter aus dem Freundeskreis. Auf jeden Fall sollte es jemand sein, dem Sie absolut vertrauen und der diese Verantwortung auch übernehmen möchte.
  • Weitere Regelungen in der Vorsorgevollmacht: Mit der Vorsorgevollmacht können Sie auch zum Beispiel die Regelung Ihrer Postangelegenheiten und vieles andere auf den Bevollmächtigten übertragen. Viele Banken verlangen allerdings oft, dass für den Zugriff aufs Konto ein Extraformular ausgefüllt wird.

Falls Immobilien vorhanden sind, sollten Sie Ihre Unterschrift unter der Vollmacht beglaubigen lassen. Achtung: Auch Ehepartner müssen sich gegenseitig schriftlich die Vorsorgevollmacht einräumen!

  • Beratung in Anspruch nehmen: Der Anwalt Ihres Vertrauens unterstützt Sie, die Dokumente rechtswirksam zu formulieren und hat Tipps, wie Sie sich – bei allem Vertrauen – gegen Missbrauch absichern können.

Als Eigentümer gut beraten

Waldshut-Tiengen – Der Verein Haus & Grund Hochrhein mit Sitz in Waldshut-Tiengen kümmert sich seit über 100 Jahren um alle rechtlichen und wirtschaftlichen Anliegen seiner Mitglieder, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer im Landkreis Waldshut und am Hochrhein.

Leistungen durch Rechtsanwälte

In der heutigen Zeit sind die rechtlichen und steuerlichen Fragen so kompliziert geworden, dass der Immobilieneigentümer in vielen Fällen Hilfe von einem Fachmann benötigt.

Jedes Mitglied kann täglich die telefonische Rechtsberatung in Fragen rund um die Immobilie vom spezialisierten Fachanwalt in Waldshut, Rechtsanwälte Hilbert & Simon, Kaiserstraße 5, 79761 Waldshut-Tiengen, Telefon: 07751/83 17 17 und St. Blasien, Rechtsanwälte Joester & Riedl, Hauptstraße 33, 79837 St. Blasien, Telefon: 07672/42 22 oder 07672/43 33 in Anspruch nehmen. Vier persönliche Rechtsberatungen beziehungsweise zwei Erbrechtsberatungen sind im Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft im Verein Haus & Grund Hochrhein mit Sitz in Waldshut enthalten.

Werden Sie Mitglied

Der Jahresbeitrag für Hauseigentümer mit Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Mehrfamilienhäuser oder Geschäftsräumen beträgt 96 Euro jährlich (hinzu kommt eine Aufnahmegebühr in Höhe von 96 Euro). Im Jahresbeitrag enthalten ist ein Zeitschriftenabonnement .

Die Dienstleistungen
der Geschäftsstelle

  • Mitgliederverwaltung
  • Mieterhöhungen
  • Ausfüllen von Mietverträgen
  • Betriebskostenabrechnung
  • Musterschreiben
    und Mietverträge
  • Insolvenz-Check Schufa
  • Mietkautionskonto

  • Kontaktdaten von Experten für Mitglieder (Energieberatung, Schädlingsbekämpfung, Schimmelbekämpfung, Steuerberatung, Wohnungsabnahme)

Die Dienstleistungen
der Servicestelle

  • Hausverwaltung
  • Immobilienvermarktung
    (Verkauf, Vermietung)
  • Immobilienbewertung
  • Günstige Versicherungen speziell für Immobilieneigentümer

KONTAKT

Haus & Grund Hochrhein e.V., Rheinstraße 1, 79761 Waldshut-Tiengen, Telefon: 07751/76 76, E-Mail verein@haus-und-grund-hochrhein.de

Informationen im Internet:
http://haus-und-grund-hochrhein.de