40 Jahre gibt es das Jugendzentrum Tiengen (Juz) in diesem Jahr schon. Alles begann bereits 1978 mit einer Elterninitiative, die sich stark für Räumlichkeiten machte. Diese wurden schließlich unter der Turnhalle der ehemaligen Hans-Thoma-Schule, in der Breitenfelder Straße 20, gefunden.

1981 erfolgte der jugendgerechte Umbau dieser Räume und der erste städtische Jugendarbeiter wurde eingestellt. Roland Landwehr aus Tiengen, ein sogenanntes Juz-Urgestein, war von der ersten Stunde an mit dabei und hat damals tatkräftig beim Umbau geholfen.

Auch die Juz-Urgesteine feiern mit (von links): Roland Landwehr aus Tiengen, die Gitarristen von Let me Fall Tobilas Koblbauer und ...
Auch die Juz-Urgesteine feiern mit (von links): Roland Landwehr aus Tiengen, die Gitarristen von Let me Fall Tobilas Koblbauer und Volker Wiesmann mit Juz-Leiter Alexander Rombach. | Bild: Melanie Mickley

„Ich erinnere mich noch, es war eine Riesenfläche, auf der erst einmal Wände eingezogen werden mussten.“ Die offizielle Eröffnung fand dann im März 1982 mit einem Tag der offenen Tür und der Rock-Fete am Abend mit der Band Tess aus Freiburg statt.

Der Livemusik fühlte sich das Juz schon damals verbunden und holte Mitte der 80er Jahre sogar den seinerzeit sehr angesagten Klaus Lage nach Tiengen in die Stadthalle. Im Jahr 1996 wurden zwei weitere Jungendarbeiter eingestellt und es gab noch einmal eine Umgestaltung der Räume. Neben Dart, Billard und Kicker waren nun auch Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung unter fachkundiger Hilfe möglich. In den 1990er Jahren erfreuten sich Videoabende und die Disco mit den Discjockeys Space Invaders großer Beliebtheit.

Anpassen an wechselnde Bedürfnisse der Jugendlichen

„Das Jugendzentrum ist ein Ort für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, an dem sie sich entfalten können, Demokratie-Prozesse erleben und in ihren Lebensaufgaben begleitet werden“, sagt Silke Padova, Leiterin des Kinder- und Jugendreferats Waldshut-Tiengen.

Vor 40 Jahren wurde das Jugendzentrum Tiengen eingerichtet.
Vor 40 Jahren wurde das Jugendzentrum Tiengen eingerichtet. | Bild: Jugendzentrum Tiengen

Innerhalb der 40 Jahre habe es das Juz immer wieder geschafft, sich den wechselnden Bedürfnissen von Jugendlichen anzupassen. Darüber hinaus sei das Juz auch ein Zuhause für unterschiedliche Gruppen und Initiativen, die auch den neu eingerichteten Konferenzraum nutzen.

Zum Jubiläum gibt es etwas auf die Ohren

Das Jubiläum wird natürlich auch mit einem Programm vom 8. bis 16. Juli gefeiert, so JuZ-Leiter Alexander Rombach. Für alle Kinder und Jugendlichen von sieben bis 15 Jahren startet die Teenie-Disco am Freitag, 8. Juli, von 18 bis 21 Uhr.

Seit Juli 2021 gibt es im Jugendzentrum einen Übungsraum für Bands.
Seit Juli 2021 gibt es im Jugendzentrum einen Übungsraum für Bands. | Bild: Nico Talenta

Am darauffolgenden Wochenende gibt es am 15. Juli mit dem „Special Pub“ ein Ehemaligentreffen für alle, die mit guten Erinnerungen an das Jugendzentrum in Tiengen zurückdenken. Parallel dazu sind Musiker zur Jam Session eingeladen – einfach ein Instrument einpacken und vorbeikommen, um Akkorde, Melodien, Erfahrungen und Kontakte auszutauschen. Auch wer das JuZ noch nicht kennt, sei herzlich eingeladen, so Rombach.

Krönung des Rahmenprogramms ist dann am Samstag, 16. Juli, das Konzert mit Fighter V (Fighter five) und Let Me Fall (Einlass ab 20 Uhr). 80er Flair und stadiontaugliche Hymnen wie auch wuchtige Riffs kommen von der Melodic Rock Band Fighter V aus der Schweiz. Ihr Debüt-Album „Fighter“ erschien im Jahr 2019. Die fünf Musiker bringen einiges an Entertainmenterfahrung mit und spielten auch schon im Vorprogramm etablierter Bands wie Bonfire oder Fozzy.

Mit der Band Let Me Fall treten die Lokalmatadore auf. Seit sieben Jahren spielen die fünf Musiker aus Tiengen, Eggingen und Basel schon im Juz und schreien dort ein- bis zweimal im Jahr ihren Matalcore hinaus, bei dem es aber auch durchaus safte Klänge gibt. Nach der 2020 veröffentlichten Single „Devolution“ und Corona-Pause ist die Metalcore-Band nun wieder live zurück im Juz.

„Im Jugendzentrum spielt die Musik und die künstlerische Entfaltung der Jugendlichen eine große Rolle und über die Jahre hinweg hat sich das Jugendzentrum zu einem Konzerthotspot entwickelt“, erklärt Alexander Rombach. Regelmäßig würden Bands aus ganz Deutschland auftreten. Unterstützt würde man dabei von ehrenamtlichen Helfern.

Ein großes Dankeschön richtet Rombach an die Nachbarschaft, die bisher immer sehr verständnisvoll und geduldig gewesen sei, wenn es mal lauter wurde.

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