Unter den Gästen der Bürgerversammlung in Indlekofen konnte Ortvorsteher Stefan Senn die Gemeinderäte Lorenz Eschbach (Ortsvorsteher Schmitzingen), Armin Arzner (Ortsvorsteher Oberalpfen) und Matthias Schupp (Ortsvorsteher Eschbach) begrüßen. Nach dem Rehessen, das allseits gelobt wurde, hielt Stefan Senn Rückblick auf die beiden letzten Jahre. Er erinnerte an die Starkregenfälle 2021, die große Schäden an den Feld- und Waldwegen anrichteten.

Mit flotten Melodien eröffnete der Musikverein Aispel-Rohr die Bürgerversammlung in Indlekofen, die im Gasthaus „Adler“ ...
Mit flotten Melodien eröffnete der Musikverein Aispel-Rohr die Bürgerversammlung in Indlekofen, die im Gasthaus „Adler“ stattfand. | Bild: Manfred Dinort

Wege und Bauen

„Viele Wege, die aber inzwischen wieder in Ordnung gebracht werden konnten“, berichtete er. Zum Thema Bauen sagte er: „Leider sind keine öffentlichen Bauplätze mehr verfügbar, wir brauchen dringend ein neues Baugebiet.“ Der Fußweg hinunter zum Haselbachfall wurde von Radsportverein saniert und mit einem neuen Geländer abgesichert. Um die Wege im Dorf frei zu halten, appellierte er an die Anlieger, ihre Sträucher entsprechend zurückzuschneiden.

Parken und Verkehr

Zu Problemen kam es auf dem Hungerberg durch geparkte Autos, die den landwirtschaftlichen Verkehr behinderten.

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Um das schnelle Fahren in den Griff zu bekommen, wurde vor zwei Jahren eine Geschwindigkeits-Anzeigetafel aufgestellt. Demnach liege die durchschnittliche Geschwindigkeit bei 50 km/h, also im zulässigen Bereich, so der Ortsvorsteher.

Rechne man aber die Traktoren und Fahrräder raus, käme man auf einen Schnitt von 56 km/h. „Das bedeutet, dass 15 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs sind“, so Stefan Senn. Vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden werde zu schnell gefahren.

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Sanierungsarbeiten

In der Gemeindehalle wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt, vor allem bei den Elektroanlagen. Auch der Musikverein habe seinen Instrumentenraum hergerichtet. Neu überplant wird der Spielplatz. Die Bocciabahn, die nicht mehr genutzt wird, soll entfernt werden, um Platz für ein neues Klettergerüst zu schaffen. Auch eine Sitzgruppe mit Tisch soll aufgestellt werden. Sanierungsarbeiten wurden auch am Feuerwehrgerätehaus, einem Mehrzweckgebäude, durchgeführt. Inzwischen wurden drei Robidogs aufgestellt, ein weiterer soll im Ortsbereich dazukommen. „Bedauerlich ist, wenn die Beutel dann trotzdem in der freien Natur landen“, so Stefan Senn.

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Abfälle

Probleme gab es auch durch wilde Müllablagerungen, teils durch Bauschutt. Senn forderte die Bevölkerung auf, ein wachsames Auge zu haben und Vorfälle zu melden. „Auch auf dem Wanderparkplatz beim Wasserplatz lassen die Leute einfach ihre Abfälle liegen“, bedauerte er. Dagegen sei die Dorfputzete sehr gut gelaufen, viele Helfer hätten sich an der Aktion beteiligt. Auch der Winterdienst unter der Regie von Matthias Ebi habe bestens geklappt.

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Gut angekommen sei auch die Corona-Hilfsaktion für ältere Mitbürger. Mit den Vertretern der Vereine wurde ein jährliches Treffen vereinbart, um künftig Terminüberschneidungen zu vermeiden. In seinem Ausblick stellte er die Suche nach neuen Bauplätzen, den Ausbau des Spielplatzes und einen neuen Zaun bei der Kapelle in den Vordergrund.

Dank des OB

OB Philipp Frank dankte für das Engagement der Ortsteile, wobei den Vereinen, dem Ortschaftsrat und den ehrenamtlichen Helfern eine zentrale Rolle zukäme. In der Stadt sei Corona das beherrschende Thema gewesen, das viele Aktionen ausgebremst hätte. „Unterm Strich“, so urteilte er, „sind wir aber ganz gut durch die Pandemie gekommen.“ Die Bürger lobte er für ihre große Hilfsbereitschaft gegenüber den Ukraine-Flüchtlingen. Zur Sanierung der Freibäder sagte er: „Die Eröffnung war für mich ein Freudentag“. Das beherrschende Thema der nächsten Jahre werde der Klimawandel sein. „Wir wollen dem Klimaschutzpakt des Landes beitreten und bis 2030 klimaneutral werden.“