Wer Entspannung vom Stress des Alltags sucht, kann sich, zum Beispiel, eine schöne Filmkomödie ansehen. Denn Humor ist ja bekanntlich noch immer die beste Medizin. Nicht umsonst wird ja seit einigen Jahren von speziell geschulten Referenten die Disziplin des Lach-Yoga unterrichtet, dessen Philosophie von einer heilsamen Wirkung der Zwerchfellreizung ausgeht. Unterdessen gibt es auch Menschen, die Zerstreuung im Konsum schockierender und blutrünstiger Szenarien finden. Die Rede ist von Horrorfilmen, deren Anhängerschaft es sich ganz offenbar gerne eiskalt den Rücken herunter laufen lässt.

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Für 22. bis 24. April planen Veranstalter nun im schweizerischen Brugg 15 Kilometer südlich von Waldshut ein ganzes Festival, das sich dem Grusel-Genre widmet. In einem Kino gezeigt werden sollen nicht die gängigen Klassiker wie etwa das berüchtigte „Kettensägen-Massaker“ oder „Halloween – Die Nacht des Grauens“, sondern internationale Produktionen, die dem breiten Publikum nicht bekannt sind. Mit ein bisschen Gänsehaut darf registriert werden, dass man im Nachbarland ungeachtet der anhaltend kritischen Corona-Lage schon wieder an geöffnete Lichtspielhäuser denkt. Doch die Organisatoren können ihre Rechnung nicht ohne das Virus machen. Die Schweizer Regierung muss diese Woche erst einmal über mögliche Lockerungen der Infektionsschutz-Regeln befinden. Mit furchtlosem Optimismus haben die Horrorfilm-Planer für 27. bis 29. Mai bereits einen Ausweichtermin anvisiert. Skeptiker mögen in jedem Fall einwenden, dass durch die Pandemie der Bedarf an Angst und Schrecken ja auch so schon gedeckt sein dürfte. Allein die „Querdenker“-Demos bieten reichlich echten Stoff zum Gruseln.

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