Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie zahlreiche Veranstaltungen in Waldshut-Tiengen abgesagt werden mussten, nimmt das soziale und kulturelle Leben nun langsamen wieder Fahrt auf. Und so können sich Kunst- und Keramikliebhaber wieder auf einen großen Töpfermarkt mit 34 Werkstätten freuen. Los geht es am heutigen Samstag, 15. Oktober, 10 Uhr. Geöffnet hat der Markt auf dem Viehmarktplatz in Waldshut, der mittlerweile zum 26. Mal stattfindet und vom Waldshuter Werbe- und Förderungskreis veranstaltet wird, bis 18 Uhr. Am Sonntag ist er von 11 bis 17 Uhr für die Besucher geöffnet.

Heike Stoll vom Werbe- und Förderungskreis Waldshut an ihrem Stand zusammen mit Aussteller und Organisator Harald Busse im vergangenen Jahr. Dieses Jahr freuen sie sich auf einen Markt ohne begrenzte Besucherzahl. (Archivbild)
Heike Stoll vom Werbe- und Förderungskreis Waldshut an ihrem Stand zusammen mit Aussteller und Organisator Harald Busse im vergangenen Jahr. Dieses Jahr freuen sie sich auf einen Markt ohne begrenzte Besucherzahl. (Archivbild) | Bild: Ursula Freudig

Auch wenn der Töpfermarkt eine der wenigen Veranstaltungen war, die 2020 stattfinden durfte, freuen sich die Marktbeschicker, dass in diesem Jahr die Auflagen etwas gelockert wurden und mehr Leute gleichzeitig auf den Markt kommen dürfen. Kunsthandwerker Harald Busse aus Litzelbach bei Pfullendorf, der den Töpfermarkt organisiert: „Ich habe extra ein Hygienekonzept erstellt. Aufgrund der derzeitig gültigen Corona-Verordnung besteht keine Begrenzung der Besucherzahl. Allerdings besteht eine Maskenplicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.“ Auch eine Einzäunung des Geländes und Einlasskontrollen wird es dieses Jahr nicht geben. Busse betont weiter: „Es wird aber alles unternommen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.“

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Doch noch vor einem Monat stand nicht fest, ob der Markt dieses Jahr tatsächlich stattfinden darf. Harald Busse: „Doch wir mussten schon die Plakatierung in Auftrag geben, weil die Plakatierer mindestens vier Wochen Vorlaufzeit benötigen, um die Genehmigungen einzuholen, die Plakate aufzuziehen und trocknen zu lassen. Und dann sollten die Plakate ja noch mindestens etwa zwei Wochen hängen. Es war ein gewisses Risiko, aber ohne Mut zum Risiko geht eben nichts. Als dann vom Ordnungsamt das Ok kam, waren wir alle erlöst“, sagt Busse. Denn „der Markt ist natürlich lebenswichtig für die Werkstätten, da die Töpfer im Wesentlichen ihre Umsätze über den Direktverkauf auf den Märkten erzielen“, erklärt Busse. „Jetzt freuen wir uns, am Wochenende unsere Arbeiten in Waldshut präsentieren zu können.“

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Mit den 34 Werkstätten gibt es wieder ein breites Angebot: Ob Rakukeramik, Terrakotta, Fayance, Engobemalerei, Ascheglasur, Irdenware, Steinzeug, Porzellan oder Gartenkeramik: das Angebot der präsentierten Keramiken spannt einen Bogen von klassischem Gebrauchsgeschirr bis hin zu Objekten und Einzelstücken in handwerklich ausgefeilten Techniken. „Geboten wird eine gut durchdachte Mischung aus Galerieware, Sammlerstücken und Gebrauchskeramik in hochwertiger Qualität und zeitgemäßem Design“, informiert Busse. „Die Stammtöpfereien und neue Keramikwerkstätten geben diesem Töpfermarkt sein einzigartig trendig-traditionelles Flair“, findet Harald Busse.