„Das wird schön hell hier oben“, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter, als sie den Raum im Dachgeschoss des Waldshuter Kornhauses betritt. Noch hängen Elektrokabel lose aus der Wand, auf dem Holzboden liegen Werkzeuge, die Decke muss gestrichen und die Heizung angeschlossen werden, aber es lässt sich bereits erahnen, wie das Zimmer und die angrenzenden Räume nach dem Dachausbau einmal aussehen. Hier werden die Vereine und Musikbands, die bislang eine Etage tiefer untergebracht waren, eine neue Heimat finden.

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Seit Ende 2018 wird das Kornhaus zwischen Bismarckstraße und Kolpingbrücke saniert. Im Rahmen ihrer Sommertour durch den Wahlkreis besucht die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium das denkmalgeschützte Gebäude.

Im Treppenhaus: Die historischen Stiegen im Kornhaus bleiben. Zusätzlich erhält das Gebäude eine Außentreppe mit Lift und eine Innentreppe für die Stadtbücherei.
Im Treppenhaus: Die historischen Stiegen im Kornhaus bleiben. Zusätzlich erhält das Gebäude eine Außentreppe mit Lift und eine Innentreppe für die Stadtbücherei. | Bild: Juliane Schlichter

„Es ist ein Kleinod in der Stadt“, schwärmt Rita Schwarzelühr-Sutter und fügt hinzu: „Es ist schön, dass es keiner Bausünde zum Opfer gefallen ist.“ Dass die 14 Vereine, die im Kornhaus untergebracht sind, „mitten in der Stadt ihr Vereinsleben aufrechterhalten können“, begrüßt die gebürtige Waldshuterin sehr.

Der Blick aus den neuen Dachgauben ist großartig: Links die markante Fassade der Heinrich-Hansjakob-Schule, in der Mitte das Obere Tor und rechts daneben der Turm der Liebfrauenkirche. Darüber blauer Himmel mit weißen Schäfchenwolken. „Davon muss ich schnell ein Foto machen“, sagt Peter Schallmayer und zückt sein Smartphone. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende begleitet Rita Schwarzelühr-Sutter bei ihrem Besuch im Kornhaus.

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Mit dabei ist auch Hans-Jürgen Bannasch, langjähriger SPD-Stadtrat und Kreisrat. Als aktives Mitglied des BUND-Ortsverbands Waldshut-Tiengen, der einer der Nutzer des Kornhauses ist, hat er ein ganz persönliches Anliegen: Die Materialien des Vereins liegen derzeit zur Zwischenlagerung im Keller des Kornhauses. „Den Winter werden sie das nicht überleben“, sagt Bannasch an Oberbürgermeister Philipp Frank gewandt. „Dafür finden wir eine Lösung“, verspricht der OB.

Vor der Wand: Rita Schwarzelühr-Sutter und Meinhard Hansen beäugen die Blümchentapete im zweiten Obergeschoss.
Vor der Wand: Rita Schwarzelühr-Sutter und Meinhard Hansen beäugen die Blümchentapete im zweiten Obergeschoss. | Bild: Juliane Schlichter

Die Stadtbücherei, die derzeit saniert und auf zwei Stockwerke vergrößert wird, das Jugendcafé im Erdgeschoss sowie die 14 Vereine und Bands machen das Kornhaus zum „Knotenpunkt des sozialen Lebens“, sagt Frank.

Die provisorische Innentreppe zwischen den beiden Geschossen der Bibliothek, die bereits eingezogen ist, lassen die Besucher jedoch links liegen. Vielmehr zieht die Blümchentapete an der Wand neben der Treppe das Interesse auf sich. Neben der Innentreppe in der Bücherei erhält das Kornhaus einen Anbau mit Außentreppe und Lift an der Rückseite des Gebäudes. „Die Treppe kommt Anfang des nächsten Jahres“, sagt der Architekt Meinhard Hansen aus Freiburg.

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