So mancher Impfwillige dürfte am Samstag ein Déjà-vu-Erlebnis in der Stadthalle Tiengen gehabt haben. Denn bis zu seiner Schließung Ende September 2021 war hier rund ein dreiviertel Jahr lang das Kreisimpfzentrum untergebracht. Wer vergangenes Jahr in der Sport- und Veranstaltungshalle bereits seine ersten beiden Dosen gegen das Coronavirus erhalten hatte, wurde nun also möglicherweise an gleicher Stelle geboostert.

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Seit der Schließung des Kreisimpfzentrums (KIZ) setzt der Landkreis Waldshut seine Impfkampagne in den vier Mini-KIZ in Lauchringen, Bad Säckingen, Bonndorf und Häusern sowie mit seiner Impftour durch die einzelnen Kommunen fort. Eine dieser Stationen führte am Samstag in die Stadthalle Tiengen.

Zwischen 9 und 16 Uhr wurden etwa 435 Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna verabreicht. Darunter waren überwiegend Zweit- und Dritt-, aber auch Erstimpfungen, wie die Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen mitteilt.

Oberbürgermeister Philipp Frank, der selbst am Morgen vor Ort war, lobte die positive Resonanz auf das Angebot: „Der starke Zuspruch, den wir aus der Bürgerschaft erhalten haben, bestätigt mich in der Sinnhaftigkeit der Gemeinde-Impftage. Sie sind ein erstklassiges Angebot, um möglichst vielen Bürgern niederschwellig die Möglichkeit zur Impfung zu ermöglichen.“

Er dankte darüber hinaus allen Helfern, die mitgewirkt haben. „Ohne sie hätten wir diese Aktion so nicht meistern können. Das war keine Selbstverständlichkeit.“ Für den Gemeinde-Impftag in der Stadthalle Tiengen hatten die Stadt, das Landratsamt und rund 35 ehrenamtliche Helfer aus Verwaltung, der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreis eng zusammengearbeitet.