Zahlreiche Preise und ein Gesamtdurchschnitt von 2,5 lassen keinen Raum für eine andere Feststellung als: „Dies war wirklich ein sehr leistungsstarker Jahrgang“, so der Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums Simon Denz. Von den 72 Absolventen können 16 einen Notenschnitt von 2,0 oder besser in ihren Zeugnissen verbuchen. Axel Schey und Eleasar Brandl erreichten eine glatte 1,0 – und damit den bestmöglichen Abschluss.

Die vier Jahrgangsbesten des Wirtschaftsgymnasiums Waldshut von links: Marion Strittmatter (1,1), Axel Schey (1,0), Eleasar Brandl (1,0) und Pierino Mutter (1,1).
Die vier Jahrgangsbesten des Wirtschaftsgymnasiums Waldshut von links: Marion Strittmatter (1,1), Axel Schey (1,0), Eleasar Brandl (1,0) und Pierino Mutter (1,1). | Bild: Vanessa Amann

Entgegen dem Motto der Abiturienten „Die Schule war öfters dicht als wir“ erlaubte die niedrige Inzidenzzahl im Landkreis eine Abschlussfeier in der Waldshuter Stadthalle. Vor rund 300 Personen, diese waren alle entweder getestet, geimpft oder genesen, machte die Oberstudiendirektorin Isabella Schlipphack den Auftakt des Abends. Ihre Anerkennung galt vor allem den diesjährigen Absolventen. „Euch wurde ungleich mehr abverlangt als den vorherigen Jahrgängen“, lässt sie die vergangenen 18 Monate Revue passieren. So sei es aber gerade dieser steinige Weg, auf den die ehemaligen Schüler stolz sein können. „Ihr konntet beweisen, dass ihr zielstrebig, leistungsorientiert und organisiert seid – doch vor allem habt ihr euch nicht unterkriegen lassen“, sagt sie mit Stolz in der Stimme.

Wie sehr die Abiturienten, Familien und Freunde diesen Abend herbeigesehnt haben, zeigte jeder einzelne Gang auf die Bühne. Mit tosendem Applaus begleitet, schritten die Absolventen auf dem roten Teppich nach vorne, um ihre Zeugnisse zu erhalten.

Marion Strittmatter erzielte einen Notendurchschnitt von 1,1 und ist zudem Scheffel-Preisträgerin. In ihrer Abitur-Rede begeisterte sie das Publikum.
Marion Strittmatter erzielte einen Notendurchschnitt von 1,1 und ist zudem Scheffel-Preisträgerin. In ihrer Abitur-Rede begeisterte sie das Publikum. | Bild: Vanessa Amann

Drei der vier Kurshalbjahre erlebten die Abiturienten mit Corona-Beschränkungen, wie Simon Denz zu Bedenken gibt. Das hieß: Homeschooling, Lockdowns und Eltern, die ihre Kinder unterstützten und motivierten. „Sie haben einen unbestreitbar großen Anteil am Erfolg ihrer Töchter und Söhne ausgemacht“, betont Schlipphack.

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Marion Strittmatter bewies mit ihrer Abschlussrede, warum sie den begehrten Scheffel-Preis erhalten hatte. Umgeformt in eine Gedichtinterpretation kam sie darin nicht umhin, die größte Herausforderung des vergangenen Jahres anzusprechen – Lehrer und Digitalisierung. Und dennoch: Die „Abneigung gegenüber Technik“ habe sie nicht abgeschreckt und es sei vor allem ihr Verdienst, dass sie die „Zukunft auf Papier“ nun in den Händen halten.

Die Preisträger

  • Eleasar Brandl: Sonderpreis Französisch und Mathematik, Preis der Fachschaft Wirtschaft, Sonderpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für besondere Leistungen im Fach Physik
  • Axel Schey: Sonderpreis in Mathematik, Preis der Landeszentrale für politische Bildung für besondere Leistungen im Fach Geschichte/Gemeinschaftskunde, Sonderpreis der VBWL – verliehen vom Südwest-Metall Arbeitgeberverband, Sonderpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker
  • Pierina Mutter: Sonderpreis in Mathematik, Sonderpreis der Fachschaft Physik, Preis vom Verein Sozialpolitik gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung für besondere Leistung im Bereich VWL
  • Johanna Blatter: Sonderpreis in Physik
  • Carolin Hock: Sonderpreis in Informatik
  • Marie Preis und Kerstin Kalk: Sonderpreis der Fachschaft Biologie
  • Zoe Speziga und Claudia Adler: Sonderpreis Italienisch
  • Niklas Bayer: Alfred-Maul-Gedächtnis-Medaille für besondere Leistungen im Fach Sport
  • Marion Strittmatter: Scheffel-Preis der Literarischen Gesellschaft für besondere Leistungen im Fach Deutsch