Die Oberalpfener Eltern freuen sich, dass sie im Dorf einen eigenen Kindergarten haben, zusammen mit Schmitzingen. Doch die Schmitzinger haben sich nach und nach zurückgezogen, derzeit besuchen nur zwei Schmitzinger Kinder den Oberalpfener Kindergarten. Das liegt zum einen am Transport, der nicht immer reibungslos funktionierte, zum andern aber auch an der Randlage Oberalpfens.

Die Eltern nehmen ihre Kinder lieber mit nach Waldshut, wenn sie schon zum Einkaufen oder zum Arbeiten in die Stadt fahren müssen. Außerdem gibt es eine gute und regelmäßig Busverbindung Richtung Stadt. Früher wurde für den Transport der Kinder nach Oberalpfen ein Kleinbus eingesetzt. Weil der aber oft leer blieb, versuchte man es mit einem Taxi, aber mit ständig wechselnden Fahrern.

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Allerdings sind die Kindergartenplätze in der Stadt knapp. Freie Kapazitäten gibt es nur in Oberalpfen. Hier waren die Kinderzahlen schon mehrfach an der unteren Grenze, sodass immer wieder von einer Schließung die Rede war. An der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats nahmen auch die Kindergartenleitung mit Sabrina Morath und Melanie Stibbe und die Elternvertretung mit Beate Brey und Lena Lefevre teil. Dabei ging es darum, Alternativen aufzuzeigen.

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Vorgeschlagen wurde, künftig auch Kinder unter zwei Jahren oder jünger aufzunehmen und gemischte Gruppen zu bilden, wie das auch in anderen Kindergärten, beispielsweise in Unteralpfen praktiziert wird. Für ein Kleinkind werden zwei Normalplätze benötigt, zwei Kleinkinder schlagen mit vier Plätzen zu Buche. Die Nachfrage nach Kitaplätzen sei groß und auch in Oberalpfen bestehe Bedarf. Um den Raumbedarf zu decken, schlugen die Elternvertreter eine Containerlösung vor. Die Kosten, laut Internetrecherche, würden sich auf 88.000 Euro belaufen, wobei mit Landeszuschüssen von knapp 70 Prozent zu rechnen sei. Derzeit werden die Oberalpfener Kleinkinder im Kindergarten Eschbach betreut, wobei eine Wegstrecke von mehr als sieben Kilometern in Kauf genommen werden muss.

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Überaus reserviert reagierte Ortsvorsteher Armin Arzner auf die neuen Vorschläge. Er verwies auf die Anstrengungen der Stadt, neue Plätze zu schaffen, etwa auf dem Aarberg, in Waldshut und auch in Tiengen. Er erinnerte auch daran, dass gegenwärtig der Kindergarten Eschbach ausgebaut und dabei das Angebot an Krippenplätzen deutlich erweitert werde. „Eine Containerlösung würde ich mir für unser Dorf nicht wünschen“, sagte er. Außerdem halte er es für schwierig, dafür einen geeigneten Standort beim jetzigen Kindergarten mit Gebäudeanschluss zu finden. Er sagte aber zu, sich schlau zu machen und Kontakt mit der Stadtverwaltung aufzunehmen. „Es bringt uns heute nicht weiter, wenn wir hier versuchen, Luftschlösser zu bauen“, so Arzner.