Zwei langjährige Kollegen des Klettgau-Gymnasiums Tiengen (KGT) wurden in den Ruhestand und Vorruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer kleinen Dienstbesprechung – statt des traditionellen Abschlusshocks – wurden Oberstudienrat Franz Miltenberger und Oberstudienrat Thomas Timmermann, mit Worten, Liedern und Präsenten geehrt und verabschiedet, teilt die Schule mit.

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Franz Miltenberger kam 1984 mit der Fächerkombination Mathematik und Physik aus Bad Säckingen ans KGT und war seit 1987 für die Betreuung der Physiksammlung im Haus verantwortlich. Er erweiterte seinen Aufgabenbereich in den 90er Jahren durch die Oberstufenberatung und begleitete somit Jahrzehnte an Schülern bis ins Abitur als die „Konstante MI“. Außerdem war er mitbeteiligt an der Gründung des Hochrheinseminars, welches im Landkreis eine feste Größe für interessierte und begabte Schüler im naturwissenschaftlichen Bereich geworden ist.

Astronomie, Informatik und Sport

Doch sein Herz schlug laut Schule neben seinen Fachgebieten auch für die Astronomie und seit Mitte der 80er Jahre auch für den Bereich Informatik. Darüber hinaus bereicherte er viele Jahre mit außerunterrichtlichem Engagement sportliche Aktivitäten für die Schülerschaft und den Hockeysport für das Kollegium. Der örtliche Personalrat ließ es sich schließlich nicht nehmen, einen Beatles-Song als Hommage zu singen, um nicht nur seinen zukünftigen Garten, sondern auch das bestbestellte Feld, das er am KGT hinterlässt, zu würdigen. „Das KGT dankte ihm mit einem langanhaltenden Applaus für seine gewissenhafte und zuverlässige Arbeit, sowie seine ruhige und feine Art“, heißt es in der Mitteilung.

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Thomas Timmermann kennt das KGT bereits aus der Sicht als Schüler. Er gehörte mit der Einschulung als Sextaner 1971 zu einer der ersten Jahrgänge, die das Gymnasium besuchten und hatte als erster Jahrgang der reformierten Oberstufe die Schule 1980 erfolgreich als Abiturient beendet und seinen Weg mit Erfahrungen an anderen Schulen gefunden. 2004 zog es ihn zurück an seine Schule der Jugendzeit.

Es hat sich inzwischen viel verändert, doch er blieb für viele Lateinschüler bis heute seinen humanistischen Idealen mit dem Fach Latein treu und faszinierte immer wieder durch sein fundiertes und umfassendes Wissen. Das Kollegium hat ihn als leidenschaftlichen Altphilologen kennen und schätzen gelernt. Er bedankte sich mit einer kurzen Rede, in welcher das Höhlengleichnis von Platon und auch Zitate von Seneca nicht fehlen durften. Im Vorruhestand kann er sein Apfelbäumchen pflegen, das ihm die Lateinfachschaft als Symbol zum Abschied überreicht hatte.

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