Es scheint ein explosiver Sommer zu werden. Tagsüber machen Gewitter Freibadbetreibern und Badegästen mitunter einen Strich durch die Rechnung, abends verhindern die oft sintflutartigen Regenfälle Freiluftveranstaltungen, und nachts halten Blitz und Donner Ruhesuchende vom Schlafen ab.

Der heftige Gewittersturm, der jüngst über Waldshut tobte, war von heftigem Leuchten des Himmels begleitet. Gleich einer überdimensionalen defekten Neonröhre brachten die Naturgewalten das Firmament zum Flackern. Ähnlich hell sind nachts die Stadthalle und die Realschule an der Waldshuter Friedrichstraße beleuchtet. Und dies im Sommer wie im Winter. Während Blitze Energie im Überfluss und auch noch kostenlos liefern, kostet die Beleuchtung mitten in der Nacht Geld – und zwar unnötig Geld.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise darf die Frage gestellt werden, ob die Festbeleuchtung ohne Publikum wirklich notwendig ist. Unlängst hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck an die Bevölkerung appelliert, Energie zu sparen. Er selbst hat laut eigener Aussage übrigens noch nie länger als fünf Minuten geduscht. Ungeachtet des Stromverbrauchs stellt der erleuchtete Vorplatz der Stadthalle einen schönen Anblick dar. Und allen Nachtschwärmern bietet das Licht an dieser Stelle ein sicheres Geleit nach Hause. Denn wer will schon im Dunkeln auf dem Pflaster stolpern.

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