Keine 400 Einwohner, mehr als drei Mal so viel Hästräger und dazu noch Publikum – das kleine Aichen wird demnächst Schauplatz einer Großveranstaltung: Das 32. Schlüchttal-Narrentreffen geht dort am 22. und 24. Februar über die Bühne. Anlässlich seines 50. Geburtstags richtet es der Aichener Narrenverein der Guggenloch-Spatzen zum siebten Mal aus. Schirmherr ist Ortsvorsteher Christian Maier.

Vorbereitungen: Viel ist im Vorfeld des Narrentreffens zu tun, hier malen die Guggenloch-Spatzen Tina Boll (von links), Madlen Tieffert, Julia Boll und Elena Mandock Deko für die Aichener Gemeindehalle.  Bild: Verein
Vorbereitungen: Viel ist im Vorfeld des Narrentreffens zu tun, hier malen die Guggenloch-Spatzen Tina Boll (von links), Madlen Tieffert, Julia Boll und Elena Mandock Deko für die Aichener Gemeindehalle. | Bild: Verein

34 Gruppen machen beim Umzug mit, fünf "schräge Orchester" werden beim Guggenmusiktreffen aufspielen und die Aichener Vereine mit einer Festmeile kulinarische Vielfalt von süß bis deftig bieten. Insgesamt acht Verweilstationen entlang der rund 500 Meter langen Umzugsstrecke warten auf die Besucher.

Schlosshexen zeigen Hexensprünge

Eine Premiere geben die Tiengener Schlosshexen. Sie werden erstmals auch in Aichen ihre berühmten Hexensprünge übers Feuer zeigen. Wie immer gibt es nach der Narrenmesse in der Kirche einen Zunftmeisterempfang mit vielen Ehrengästen, darunter auch Oberbürgermeister Philipp Frank. Statt der Überreichung von Geschenken, wird beim Empfang wieder jeder etwas Geld für einen guten Zweck spenden. Der so gesammelte Betrag geht dieses Jahr an die Caritas für deren Baumhaus-Projekt, bei dem Kinder psychisch erkrankter Eltern unterstützt werden.

Hoffen auf ideales Wetter

Das Schlüchttal-Narrentreffen zählt eher zu den kleinen aber feinen Narrentreffen. Sehr viel mehr Gruppen würden nach Aussage von Johannes Kromer, Vorsitzender der Guggenloch-Spatzen, gern kommen. Dies würde aber die Kapazitäten des Dorfs und des Vereins sprengen. Nicht nur organisatorisch, auch finanziell ist laut Kromer die Ausrichtung des Narrentreffens eine Herausforderung: "Wir machen schon so viel selber und können dadurch sparen, aber es wird trotzdem immer schwieriger." Jetzt hoffen die Guggenloch-Spatzen auf optimales Wetter, damit die Besucher nur so herbei strömen. Von Regen ist Aichen bei den bisherigen Narrentreffen verschont geblieben, nicht aber von Kälte. "Wir Narren sind zwar hart im Nehmen, aber bei Minus 15 Grad friert man sogar im wärmsten Häs", so die stellvertretende Vorsitzende Andrea Strittmatter mit Blick auf das letzte Schlüchttal-Narrentreffen in Aichen 2012.

So bunt ist das Schlüchttal-Narrentreffen in Aichen

  • Freitag, 22. Februar: 19.30 Uhr Hexensprung der Schlosshexen Tiengen auf dem Hallenparkplatz; 20.11 Uhr Großes Guggenmusiktreffen in der Gemeindehalle mit den Schtudehägler Detzeln, Bockers Gurtweil, Güngelsuger Berau, Holzöpfel Schränzer Schachen, Studähaaghüüler Brenden.
  • Sonntag, 24. Februar: 9.30 Uhr Narrenmesse; 11 Uhr Zunftmeisterempfang; 12 Uhr Öffnung der Fest-meile; 14.11 Uhr Großer Narrenumzug, danach buntes Treiben auf der Festmeile. Die Umzugsteilnehmer: Guggenloch-Spatzen Aichen (Veranstalter), Stampfi-Geischt Nög-genschwiel, Güngelsuger Berau, Wurzelsepp Berau, Tannholzschrättele Mettenberg, Güggelzunft Bettmaringen mit Musik, Narrenzunft Weilheim, Stiegele-Chatz mit Musik, Schlosshexen Tiengen, Narrengesellschaft Blumberg, Guggenmusik Bockers Gurtweil, N.Z.HÜRI, Geissenzunft Weizen mit Musik, Küssaberger Rebesäck, Guggenmusik Prärie Hüüler Weilheim, Kadelburger Fergen, Räbenheim 1911 mit Musik, Berghexen Waldshut, Guggenmusik Schtudehägler Detzeln, Narrenverein Eggingen, Hüsemer Hase mit Musik, Küssaberger Burghexen, Garwiede-Wieble Gurtweil, Mostpressband Krenkingen, Surianer Tiengen, Dillendorfer Schnecken mit Musik, Narrengemeinde Hohentengen, Gupfe-Fläxer Bannholz, Die Wilderer Untermettingen, Wellendinger Frösche mit Musik, Bürger- und Narrenzunft Tiengen, Schorebord-Krächzer Höchenschwand, Chropfli und Fallensteller Horheim und Waldstadtfäger Waldshut.