Es war die Nacht, als das Berghaus bei Krenkingen zur Ruine wurde, ein durch starke Winde angefachter Großbrand der Feuerwehr keine Chance ließ. In den Flammen ging in der Nacht auf den 15. Februar 1997 die Geschichte eines der weitum beliebtesten Gasthäuser tragisch zu Ende, zerstoben die Träume des engagierten jungen Gastwirts, der gerade dabei war, sein Haus auf der Kuppe zwischen Steina- und Schlüchttal mit Open-Air-Veranstaltungen auch zu einem kulturellen Treffpunkt zu entwickeln. Übrig blieb ein Sachschaden von über zwei Millionen Mark.

Werner Huff
Werner Huff | Bild: SK

Neben dem Wirtshaus existierte auf dem Berghof bei Krenkingen ein Landwirtschaftsbetrieb für Saatgutvermehrung mit abseits stehendem Wohnhaus. Während Fuhr- und Gerätepark verbrannten, blieb der größte Teil des Saatguts erhalten. Der Pächter des Betriebs hatte den gegen 1.40 Uhr ausgebrochenen Brand bemerkt und als Erstes die im Wirtshaus schlafenden Bewohner alarmiert.

Wind und Wassermangel erschwerten Löscharbeiten

Im Haus befanden sich die beiden kleinen Söhne des Berghauswirts, ihr zu Besuch weilender Onkel und dessen erwachsene Tochter. Sie retteten sich mit den Buben ins Freie. Der Berghauswirt und seine Frau weilten auswärts und konnten erst später verständigt werden. Nicht nur durch starken Wind wurden die 120 Feuerwehrleute behindert, sondern vor allem durch Wassermangel, da die vorhandenen Wasserreserven zu gering waren.

„Dass man nur machtlos zuschauen kann, wie alles zugrunde geht“, habe er in seiner ganzen Feuerwehrzeit noch nie erlebt, bekannte damals der Einsatzleiter. Betroffene waren auch die vielen Freunde des Berghauses aus Tiengen, Waldshut sowie den Dörfern und Weilern der Umgebung, die dort oben immer gerne eingekehrt waren. Und für die Krenkinger war es „unser Berghaus“, zumal die einzige Wirtschaft im Ort geschlossen hatte.

Alle wünschten sich den Wiederaufbau, den die Besitzer tatsächlich nach dem Brand verwirklichten. Doch die neue Gaststätte konnte nicht an die alten Erfolge anknüpfen. Sie machte wenig später dicht und das Jugendhaus Christiani übernahm bis Ende 2021 das Anwesen.

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