Enttäuschung und Entrüstung löste der Bescheid des Gemeinderates im Ortschaftsrat Eschbach aus, dass die geplante Kindergartenerweiterung auf Eis gelegt wird – zumal der Gemeinderat der Stadt bereits vor zwei Jahren mit großer Mehrheit der Planung zugestimmt hatte.

„Wir waren geduldig und haben uns lange Zeit hinten angestellt, auch aus Rücksicht auf die angespannte Personallage bei der Stadt“, so Ortsvorsteher Matthias Schupp in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates.

Infrage gestellt wurde in dem Schreiben auch, ob bei rückläufigen Kinderzahlen auf Dauer eine ausreichende Auslastung des Kindergartens gewährleistet sei. Dem widersprach Kindergartenleiterin Bianca Himmler, die mit ihren Zahlen klar belegen konnte, dass der Kindergarten schon im nächsten Jahr die Belegungsgrenze erreichen werde und eine Warteliste eingerichtet werden müsse, obwohl für Kinder ab drei Jahren ein Anspruch auf einen Platz bestünde.

Eine starke Nachfrage gäbe es auch bei den Krippenplätzen. Nach den aktuellen Hochrechnungen werde sich der Bedarf bis 2030 auf einem hohen Niveau bewegen, sodass an einer Auslastung keine Zweifel bestehen könne. Matthias Schupp verwies auf die rege Bautätigkeit in Eschbach und den umliegenden Ortsteilen, da sei es ihm um den Nachwuchs nicht bange. Der Kindergarten verfüge über ansprechende Räumlichkeiten, eine gute Ausstattung, einen Innenhof und einen eigenen Spielplatz, „ein Paradebeispiel für eine gewachsene Infrastruktur, die es zu bewahren gilt“, so Schupp.

Seitens der Besucher verwies der Eschbacher Gemeinderat Harald Würtenberger darauf, dass die Betriebskosten der Kindergärten in den Ortsteilen deutlich unter den Kosten lägen, die bei den Kindergärten in der Stadt kalkuliert werden müssten. Einstimmig votierte der Ortschaftsrat gegen den Bescheid der Stadt.

Gute Nachrichten beim Breitband

Positive Nachrichten hatte der Ortsvorsteher zum Breitbandausbau. „Die Arbeiten gehen zügig voran, in den nächsten Tagen werden die letzten Lücken geschlossen“, sagte er. Nach einer vierwöchigen Erprobungsphase könne die Freischaltung erfolgen. Schupp: „Ich hoffe, dass das spätestens in Richtung Herbst der Fall ist.“

Gute Arbeit wurde bei der Renovierung der Wegkreuze im Ortsbereich geleistet. Für ihr Engagement bedankte sich der Ortsvorsteher bei Gottfried Buselmeier und Rainer Fiack.

Eines der Wegkreuze in Eschbach, die von Gottfried Buselmeier und Rainer Fiack restauriert wurden. Das Kreuz steht in der Gemeindestraße gegenüber dem Gemeindehaus.
Eines der Wegkreuze in Eschbach, die von Gottfried Buselmeier und Rainer Fiack restauriert wurden. Das Kreuz steht in der Gemeindestraße gegenüber dem Gemeindehaus. | Bild: Manfred Dinort

Dann wurden mit den Vertretern der Vereine die anstehenden Termine abgesprochen. Vieles stünde, so wurde festgestellt, aufgrund der Corona-Krise im Moment noch auf unsicheren Beinen. Gertrud Steßl, Vorsitzende des Singkreises, kündigte an, ihr Verein werde versuchen, nach Ende der Pfingstferien die Proben, unter Beachtung der Vorgaben, wieder aufzunehmen. Sie könne sich auch vorstellen, dass ab Juli der Mittagstisch für Senioren wieder anlaufe. Der Sportverein will zur gewohnten Zeit, am ersten Wochenende im Juli, die Altpapiersammlung durchführen.

Harald Würtenberger, Vorsitzender des Most- und Landschaftspflegevereins, kündigte an, das Mosten werde ganz normal stattfinden werde, zumal in diesem Jahr mit einer guten Obsternte zu rechnen sei.

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