„Lange genug zu Hause gesessen“ – diese Worte von Surianer-Bürgermeister Christopher Wieland zur Eröffnung der Jazz-Days brachten es auf den Punkt: Endlich konnte wieder Live-Musik unter Tiengens Himmel erlebt werden. Von Donnerstag bis Sonntag ließen die Jazz-Days der Surianergemeinde und Aktionsgemeinschaft Tiengen im Schlossgarten Lebensfreude und Leichtigkeit spüren.

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Die Musiker und Sänger auf der Bühne sprühten nur so vor Spiellust und die Besucher, die jeden Abend den größten Teil der rund 200 aufgestellten Stühle füllten, hatten sichtlich ihre Freude daran. Bei den ersten beiden Konzerten zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite.

Mit Applaus: Das Publikum genießt bei den Jazz-Days furios aufspielende Musiker und jazzig-swingendes Lebensgefühl.
Mit Applaus: Das Publikum genießt bei den Jazz-Days furios aufspielende Musiker und jazzig-swingendes Lebensgefühl. | Bild: Ursula Freudig

Beim dritten Konzert in Folge am Samstag, mussten sich die Zuhörer kurz nach Beginn kurzzeitig eilends verteilte Regencapes überziehen oder unter aufgestellten Pavillons Schutz vor dem Regen suchen.

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Den Konzert-Auftakt machte am Donnerstag mit Little Chevy alias Evelyne Péquignot, eine energiegeladene, quirlige Swiss-Lady mit Band und großer Stimme. Mit einem kraftvollen Mix aus Jazz, Blues, Rock, Rock n Roll und einigem mehr, humorvollen Ansagen und durchweg selbst geschriebenen Titeln, eroberte die Band im Nu das Publikum.

Mit Charme: Litte Chevy alias Evelyne Péquignot und ihre Band begeistern mit Eigenkompositionen voller Energie und Witz. Bild: Ursula Freudig
Mit Charme: Litte Chevy alias Evelyne Péquignot und ihre Band begeistern mit Eigenkompositionen voller Energie und Witz. Bild: Ursula Freudig | Bild: Ursula Freudig

Keine Unbekannten sind in Tiengen der Trompeter Norbert Blank und Band. Dr. No and his Jazz Tigers wurden zusammen mit den Special Guests Bernard Flegar am Schlagzeug und Joe Wulf an der Posaune, vom Publikum gefeiert. Mit Titeln bekannter Jazz-Größen, frechem Dixie-Sound und vielen mitreißenden Soli machten sie der guten Laune Beine.

Mit guter Laune: Dr. No and his Jazz Tigers machen mit Dixie- und Swing-Nummern Stimmung, „mitgebracht“ hat Bandleader Norbert Blank (zweiter von rechts) den Posaunisten Joe Wulf und den Schlagzeuger Bernard Flegar. Bild: Ursula Freudig
Mit guter Laune: Dr. No and his Jazz Tigers machen mit Dixie- und Swing-Nummern Stimmung, „mitgebracht“ hat Bandleader Norbert Blank (zweiter von rechts) den Posaunisten Joe Wulf und den Schlagzeuger Bernard Flegar. Bild: Ursula Freudig | Bild: Ursula Freudig

Ebenso die dritten im Konzertbunde: Mit den Mama Shakers spielte bei den Tiengener Jazz-Days eine junge Band aus Paris. Vier „Jungs“ und die temperamentvolle Sängerin, Trompeterin und Waschbrettspielerin Angela Strandberg ließen bevorzugt den swingenden Jazz der „Roaring-Twenties“ hochleben und dies so unbekümmert, frisch und mit vollem Körpereinsatz, dass viel Bewegung auf der Bühne war.

Mit Leidenschaft: Die Mama Shakers aus Paris ziehen bei den Jazz-Day eine tolle Show ab.
Mit Leidenschaft: Die Mama Shakers aus Paris ziehen bei den Jazz-Day eine tolle Show ab. | Bild: Ursula Freudig

Das Fazit

Unter dem Strich sind die Veranstalter sehr zufrieden mit dem Verlauf der Jazz-Days, die vergangenes Jahr erstmals als Ausgleich zum coronabedingten Ausfall des Jazzfests „Tiengener Sommer“ ins Leben gerufen wurden. „Tiengen swingt wieder, darüber freuen sich Veranstalter und Publikum gleichermaßen“, fasst Kurt Reckermann die drei Konzerte zusammen. Er hat wie immer die Bands ausgesucht und war wieder organisatorisches „Herz“ der Veranstaltung.

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