Mit Beschluss vom Freitag, 3. Dezember, hat die Landesregierung Baden-Württemberg die Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut geändert. Draußen ist Vereinssport zwar weiterhin im 2G-Modell möglich, trotzdem müssen sich die meisten Sportler endlich an das halten, was für Musiker bereits seit mehreren Wochen gilt: Wer seinem geliebten Hobby weiterhin nachgehen möchte, muss geimpft oder genesen UND getestet sein.

Wobei – auch hier gibt es wieder Ausnahmen. Ausgenommen von der Testpflicht sind etwa bereits „geboosterte“ Menschen, sprich dreimal Geimpfte. Auch Menschen deren zweite Impfung noch keine sechs Monate her ist oder Menschen, die nach beiden Impfungen mit Corona infiziert waren, sind von dem Plus-Zusatz ausgenommen.

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Aber warum herrschte überhaupt mehrere Wochen ein Ungleichgewicht zwischen den Regeln der Musiker und denen der Sportler? Der Verordnungsgeber hat den 2G-Plus-Zutritt für die Proben bei Chören und der Blasmusik namentlich mit der dort bestehenden „Aerosolbelastung“ begründet. Musiker arbeiten mit Luft, das ist kein Geheimnis. Aber ist es bei den Sportlern nicht auch so? Welcher Mensch atmet während dem Sport nicht schneller oder zumindest kräftiger?

Selbst eine große Sporthalle sollte so bei einem zweistündigen Training mit vielen Aerosolen belastet sein; genauso wie ein Probenraum bei Musikern. Und Körperkontakt hat man bei Fußball, Turnen und Co. ohnehin mehr. Es geht dabei nicht darum, eifersüchtig auf die Freiheiten der anderen zu sein. Und dennoch ist es gut, dass die Regierung jetzt den Probenbetrieb von Musikern und den Hallenbetrieb von Sportlern endlich gleichberechtigt behandelt. Das Vereinsleben hat, wie schon im vergangenen Winter, ohnehin schon wieder das Nachsehen.

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