Manfred Dinort

„Ich freue mich, so viele Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu können“, sagte Ortsvorsteher Armin Arzner zu Beginn der Oberalpfener Bürgerversammlung, die in der Gemeindehalle stattfand. Zu Gast waren Oberbürgermeister Philipp Frank, seine Frau Tanja, die Stadträte Peter Kaiser und Petra Thyen, die Ortsvorsteher von Aichen, Eschbach und Gaiß-Waldkirch, Christian Maier, Matthias Schupp und Torsten Basler sowie die Jagdpächter Dietmar Kühne und Heinz Rombach, die das Wild für das gemeinsame Essen gespendet hatten. Mit zwei flotten Liedern sorgte der Männergesangverein Oberalpfen unter der Leitung von Silvia Reichmann für einen musikalischen Auftakt. Die Frauen der GGO, der Gymnastikgruppe Oberalpfen, sorgten für einen reibungslosen Service.

In seinem Rückblick verwies Armin Arzner auf die stark gestiegenen Einwohnerzahl, die 2022 um 37 Personen auf 442 gewachsen war, darunter vierzehn Ukraine-Flüchtlinge, die in Oberalpfen aufgenommen wurden. Dann wandte er sich dem Neubaugebiet „Im Hausacker“ zu, das in diesem Jahr, je nach Ausbauvariante, um bis zu zwölf Bauplätze erweitert werden soll. In der Planung seien Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser auf kleineren Grundstücken vorgesehen, „die Leute wollen keine großen Bauplätze mehr“. Dann erinnerte der Ortsvorsteher an die letzte Dorfputzete, die trotz schlechten Wetters erfolgreich über die Bühne gegangen war.

Neu gestaltet wurde der Vorplatz der Halle, der einen neuen Belag bekam und mit einem neuen Zaun straßenseits abgesichert wurde, Arbeiten, die vom Baubetriebshof, freiwilligen Helfern und Mitgliedern des Ortschaftsrates durchgeführt wurden. „Der Zaun zur Straße ist uns wichtig, um die Sicherheit der Kindergartenkinder zu gewährleisten, die diesen Platz häufig zum Spielen nutzen“, so Armin Arzner. In der Toilettenanlage der Halle und auch im „Wäschhüsle“ wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Thema Energiesparen

Ein großes Thema war das Energiesparen. Beschlossen wurde im Ortschaftsrat, die Hallentemperatur auf 18 Grad zurückzufahren, „ein leidiges Thema, da es hier große Probleme mit der Technik gab“. Mehrheitlich stimmte der Ortschaftsrat für einen beleuchteten Christbaum vor der Halle, „ein schöner großer Baum, der viel bewundert wurde“.

Rund 19.000 Euro wurden in die Sanierung der Feld- und Waldwege investiert. Davon wurden 4.000 Euro von der Forstverwaltung beigesteuert. „Darüber waren wir sehr froh, aber mit den Sanierungsarbeiten der Wege sind wir noch lange nicht fertig“, so Armin Arzner. Problematisch sei manchmal die Abrechnung mit der Stadt verlaufen: Aufgrund des Personalmangels sei es hin und wieder zu verspäteten Zahlungen und Verwechslungen gekommen. Schäden gab es bei einer Ruhebank, aber da hätten die Bürger selbst Hand angelegt und auf eigene Kosten eine neue Bank aufgestellt (hier gab es einen Sonderapplaus). Für den Spielplatz sind im neuen Jahr eine neue Sitzplatzgarnitur und ein neues Klettergerüst eingeplant. Die Himmelsliege, die von der Stadt angeschafft wurde, soll bei der Feldkapelle aufgestellt werden. Im Bereich der Halle müssen das Tor zum Geräteraum erneuert und der Hallenboden saniert werden.

Bei der Stadt bedankte sich Arzner für die gute Zusammenarbeit. Im Gegenzug bedankte sich der OB für alles, was in den Ortschaften geleistet werde. „Wir haben Glück, dass an der Spitze unserer Ortschaften positiv denkende und engagierte Leute stehen“, sagte er. Nach seinem Rückblick zur Stadtentwicklung sagte der OB: „Wir haben vieles realisiert“, aber leider werde das im Alltag oft nicht mehr wahrgenommen.