Seit Ende November glitzert es wieder in der Waldshuter Altstadt. In den Fenstern des Rathauses funkeln wie jedes Jahr die beleuchteten Ziffern des Adventskalenders, die roten Herrnhuter Sterne zieren diesmal ausschließlich die Häuserschlucht der Waldtorstraße, und über den Köpfen der Passanten in Kaiserstraße, Wallstraße und Marienstraße präsentiert sich die nigelnagelneue Weihnachtsbeleuchtung.

„Wir sind glücklich, wenigstens damit etwas adventlichen Zauber in die Stadt zu bringen“, freut sich Thomas Wartner, Vorsitzender des Werbe- und Förderungskreises Waldshut, nachdem der Verein coronabedingt den Weihnachtsmarkt absagen musste.

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Die neuen LED-Ketten, die Elektriker zwischen die Häuser gespannt haben, sind Thomas Wartner zufolge auf dem neuesten Stand, was die Energieeffizienz betrifft, und verströmen ein wärmeres Licht als ihre maroden Vorgänger.

Für nicht ganz so stimmungsvolles Licht sorgt hingegen eine Straßenlaterne vor einem Frisörgeschäft in der Wallstraße. Eine Anwohnerin berichtet, dass die Lampe wie eine Discokugel blinke – und dies bereits seit dem Sommer. Zuckend wie ein Stroboskop – ein Blitzgerät, das in Diskotheken verwendet wird – gibt sie jede Nacht ihr Licht ab. Sehr zum Missfallen der Wallsträßlerin, die nur mit geschlossenen Vorhängen in den Schlaf findet.

Video: Juliane Schlichter

Entweder ist die Disco-Laterne dem für die städtische Straßenbeleuchtung zuständigen Personal, das sonst regelmäßig defekte Leuchtmittel ersetzt, bislang entgangen. Oder das blinkende Licht soll einen Zweck erfüllen. Zum Beispiel könnte sie wie eine Art Leuchtturm Nachtschwärmern den Weg nach Hause weisen.

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