Eigentlich hatte die Waldshuter Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zu diesem „Gottesdienst im Blauen“ ins Waldshuter Freibad eingeladen. Doch, weil das Hochwasser im und um das Bad noch so hoch stand, wurde der Gottesdienst in den Stadtpark verlegt. Pastor Andreas Neef von der Waldshuter Baptistengemeinde begrüßte dann auch „Katholiken, Evangelische, Freikirchliche, Suchende und Zweifelnde“.

Turmbau zu Babel

Er trug auch die Lesung vor, die vom Turmbau zu Babel erzählte. Pastoralreferent Konrad Sieber von der katholischen Seelsorgeeinheit St. Verena und Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig von der evangelischen Gemeinde stellten fest, dass es solche Baustellen wie damals in Babel auch heute noch gibt und dass sie auch heute scheitern. In einer kurzen Anspielszene wurde deutlich: Wer nur baut, um sich selbst zu verwirklichen, der wird scheitern.

In einer kurzen Anspielszene wurde deutlich: Wer nur baut, um sich selbst zu verwirklichen oder weil es „halt mein Job“ ist, der wird scheitern.
In einer kurzen Anspielszene wurde deutlich: Wer nur baut, um sich selbst zu verwirklichen oder weil es „halt mein Job“ ist, der wird scheitern. | Bild: Thomas Scheibel Pro Freibad

Und so brachten es die beiden Prediger auf den Punkt: Es kommt vor allem darauf an, mit welcher inneren Haltung etwas gebaut wird und ob es den Menschen dient, die hier leben. Im Falle der Sanierung des Waldshuter Freibads sei dies der Fall.

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Pfarrer Armin Stenzl von der altkatholischen Gemeinde brachte in den Fürbitten die Nöte und Sorgen zum Ausdruck, welche die Menschen angesichts von Corona und der Unwetter beschäftigen. In seinem Dank schloss Pastor Andreas Neef auch die Band Ephatha ein, welche die musikalische Gestaltung übernommen hatte. Er dankte dem Verein Pro Freibad Waldshut, Initiator des Gottesdienstes.

Die Band „Ephatha“ aus Waldshut spielt beim Gottesdienst im Blauen.
Die Band „Ephatha“ aus Waldshut spielt beim Gottesdienst im Blauen. | Bild: Thomas Scheibel Pro Freibad