Im Gegensatz zur technischen Speicherung von Daten ist die menschliche Festplatte, auch Gedächtnis genannt, nicht beliebig erweiterbar. Doch der Mensch hat sich etwas ausgedacht, dass es ihm ermöglicht, Fakten und Zahlen trotz beschränkter Speicherkapazitäten einfacher in Erinnerung zu behalten: die sogenannte Eselsbrücke.

„Sieben, fünf, drei – Rom schlüpft aus dem Ei“ ist beispielsweise einer jener Merksätze, der dabei hilft, sich das Gründungsjahr der antiken Stadt zu merken.

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Doch warum heißt es ausgerechnet Eselsbrücke, wenn doch einer anderen Tierart, dem Elefanten, eine besonders hohe Gedächtnisleistung zugeschrieben wird?

Wie im Internet mit seinem unerschöpflichen Wissen zu lesen ist, gehen Esel nicht gern durchs Wasser. Dies soll nicht an ihrer Sturheit liegen, sondern daran, dass sie besonders vorsichtig sind.

Kleine Brücke als Umweg zum Ziel

Denn sie können durch die spiegelnde Wasseroberfläche nicht erkennen, wie tief ein Gewässer ist oder welcher Untergrund sie erwartet.

So kam es, dass den Lasttieren früher kleine Brücken gebaut wurden. Genau wie eine sprichwörtliche Eselsbrücke bedeutete dieser Steg ein Umweg, der jedoch oftmals schneller zum Ziel führte.

Ob die Eselsbrücke, die zwischen St. Blasien und dem Äulemer Kreuz liegt, ausgerechnet jener Übergang ist, nach dem der sprachliche Spickzettel benannt wurde, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass sich Wanderer das idyllisch im Schwarzwald gelegene Fleckchen Erde unbedingt merken sollten.

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