Einige Autofahrer kennen das Problem: Immer dann, wenn man es besonders eilig hat, ist die Parkscheibe unauffindbar. Weg kann sie eigentlich nicht sein, denn wo sonst außer im Auto benötigt man die blaue Papp- oder Plastikscheibe mit dem Ziffernrädchen.

Die Suche beginnt dann meist mit einem Selbstgespräch – „Irgendwo muss das Ding doch sein“ – und endet mit den Fingern in den Ritzen zwischen Autotür und Sitz oder zwischen Mittelkonsole und Sitz, wo das gesuchte Objekt meist gemeinsam mit Münzen, Chipskrümeln oder Konfetti vom letzten Fasnachtsumzug zutage gefördert wird.

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Für alle, denen das oben geschilderte Szenario nicht fremd ist, gibt es eine Alternative, bei der nicht das halbe Auto auf den Kopf gestellt werden muss: die digitale Parkscheibe. Das bedeutet, Autofahrer können in Waldshut-Tiengen seit geraumer Zeit nicht nur ihr Parkticket über eine auf dem Smartphone installierte App bezahlen, sondern auch dort, wo eine Parkscheibenpflicht gilt, diese digital aktivieren.

Letztere Funktion des Anbieters Parkster, erkennbar an den grünen Schildern im Stadtgebiet, ist offenbar nicht so bekannt wie die Möglichkeit zum Ticketkauf, wie eine Begebenheit im Waldshuter Sonnenrain zeigt. Nach einem flüchtigen Blick auf das dortige Parkster-Schild vermutete ein Passant die Einführung von Parkgebühren in der in einer Ortsrandlage liegenden Straße.

Auch wenn die Stadt die zusätzlichen Einnahmen sicherlich gut gebrauchen könnte, bleibt Parken am Sonnenrain kostenlos, wie eine Nachfrage beim Ordnungsamt bestätigt. Allerdings ist das Parken für Nicht-Anwohner in der dortigen Bewohnerparkzone auf drei Stunden begrenzt. Kontrolliert wird dies per Parkscheibe. Ob analog oder digital bleibt dem Autofahrer überlassen.

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