Es ist wieder da – das Kurtheater im schweizerischen Baden. Nach mehr als zwei Jahren Um- und Erweiterungsbauzeit findet jetzt am 14. Oktober die Saisoneröffnung im neuen Haus statt. Zwar wurde in den vergangenen zwei Jahren mit viel Engagement weiter an den unterschiedlichsten Spielstätten „außer Haus“ gespielt. Doch die provisorischen Zeiten sind vorbei: Uwe Heinrichs, der neue Künstlerische Direktor, zitiert im neuen Spielplanheft William Shakespeare mit: „Ein jedes Ding hat seine Zeit“ und ergänzt: „Das Kurtheater ist wieder da – lassen Sie es uns zusammen mit Leben erfüllen, wir freuen uns auf Sie!“

Das geplante einwöchige Eröffnungsfest muss nun zwar wegen der Corona-Pandemie etwas abgespeckter ausfallen, soll aber im kommenden Jahr nachgeholt werden. Am 14. und 15.Oktober eröffnet das Haus offiziell mit dem Schauspiel „Lulu“ von Franz Wedekind, gespielt vom Residenztheater München. Für die Spielzeit 2020/21 werden 40 Aufführungen angeboten, wie immer aus den Sparten Schauspiel, Musiktheater, Tanz, Kinder- und Jugendtheater sowie Lesungen. Und das Erfreuliche an der reichen Auswahl ist, dass unterschiedlichste Ensembles aus dem In- und Ausland auftreten, so etwa auch Theater aus deutschen Städten wie Hamburg, Konstanz oder Esslingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Zu den Glanzlichtern beim Schauspiel gehören sicherlich „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow unter der Regie des früheren Basler Schauspieldirektors Elias Perrig (9. Dezember), die Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ (5. Februar) oder das Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist (5. Mai). Aber auch die höchst aktuelle dramatische Liebesgeschichte „Vögel“ von Wajdi Mouawad zwischen einem Juden und einer Palästinenserin (6. März) oder „Psycho“ nach Alfred Hitchcock mit dem bekannten Schauspieler Matthias Brandt (7. November). Oder etwa die „Cum-Ex-Papers“, eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen (25. März).

Das könnte Sie auch interessieren

Beim Musiktheater darf in diesem Jahr nicht Beethovens Oper „Fidelio“ fehlen (12. Dezember). während „Respect“ den größten Soul Sängern der Vergangenheit huldigt (27. November). Und beim Tanz überzeugt sicherlich die Tanzcompanie „Flamencos en route“ (22. bis 25. Oktober) oder das Theater Ballett Basel mit zwei zeitgenössischen Choreografien (31. März). Und schließlich gibt es beim Kinder- und Jugendtheater auch ein Stück für die Kleinsten mit „Urmel aus den Eis“ (2. Mai). Dies ist nur ein kleiner Einblick in das reichhaltige neue Programm des Kurtheaters. Es lohnt sich für Theaterfreunde endlich wieder auch von deutscher Seite ein Blick über den Tellerrand.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €