Einfach „nur“ eine grüne Wiese? Nein, da können wir mehr machen, sagten sich der Obi-Baumarkt und Nabu (Naturschutzbund) Waldshut-Tiengen und Umgebung und setzten gemeinsam ein Projekt um. Ergebnis ist eine blühende große Wiese auf dem Obi-Gelände mit einheimischen Blumen, Kräutern und erlebnispädagogischen Elementen.

Für Insekten: Blick auf die Blumenwiese beim Obi-Markt in Waldshut-Tiengen.
Für Insekten: Blick auf die Blumenwiese beim Obi-Markt in Waldshut-Tiengen. | Bild: Ursula Freudig

Die Blumenwiese liegt direkt an der B 34 neben dem Baumarkt beim Lise-Meitner-Ring im Waldshut-Tiengener Gewerbegebiet. Sie ist durch etliche Wege begehbar. Tafeln säumen die Wege und geben in Wort und Bild Erklärungen zu Pflanzen- und Tierwelt. Bienen, Hummeln, Libellen, Heuschrecken, Schmetterlinge und auch Eidechsen unter extra angelegten Steinhaufen haben das kleine Blumenparadies längst für sich als Nahrungsquelle und Lebensraum entdeckt. Und als Folge davon, auch Vögel. Sogar ein Graureiher ist vom Nabu-Team schon gesichtet worden.

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Obi und Nabu wollen mit der Blumenwiese Besuchern die Natur etwas näher bringen und Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen anregen, auch etwas für die Natur und die Artenvielfalt zu tun. Besonders auch Kindergartengruppen und Schulklassen sind eingeladen, das bunte Leben auf der Blumenwiese kennenzulernen. Ein in die Wiese gemähtes Labyrinth, verbunden mit einem Gewinnspiel – Flyer gibt es beim Obi -, sorgt für zusätzlichen Spaß.

Rund um die Blumenwiese

Blickfang in der Wiese sind neben den Blumen, ein große Info-Tafelwand und ein ehemaliger Winzerwagen aus Erzingen, auf dem alte Weinfässer stehen, die zu bewässerten Kübeln für Kräuter umfunktioniert wurden. Ein Agrardienst richtete die Fläche her, bevor sie im März vom Nabu eingesät wurde. Die Pflege übernimmt ebenfalls der Nabu. Ein bis zwei Mal im Jahr wird die Wiese gemäht und wenn nötig, erfolgen Arbeitseinsätze. Einer war schon: Nabu-Mitglieder haben Unkraut und zu dominante Pflanzen herausgerissen.

Für Informationen: Diese große Schautafel in der Blumenwiese gibt viele Informationen in Zusammenhang mit blühenden Grünflächen und ihre Bedeutung als Futterquelle für Insekten.
Für Informationen: Diese große Schautafel in der Blumenwiese gibt viele Informationen in Zusammenhang mit blühenden Grünflächen und ihre Bedeutung als Futterquelle für Insekten. | Bild: Ursula Freudig

Die maßgeblichen Menschen hinter dem Projekt sind Georg Flum-Hertkorn, stellvertretender Obi-Marktleiter, und die Nabu-Mitglieder Hauke Schneider (Vorsitzender), Thomas Uhl, Erich Hertkorn und Nina Bolin. „Mit den Profis vom Nabu wurde das Projekt professionell geplant und umgesetzt“, so Georg Flum-Hertkorn. Obi-Geschäftsführer Albert Gebhardt hebt hervor, dass die Blumenwiese ein weiterer Baustein des ökologisch- nachhaltigen Konzepts des Baumarkts sei, der mit Photovoltaik auf dem Dach und Luftwasserpumpen zum Kühlen und Heizen energieautark wäre.

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Für den Baumarkt ist es die erste Blumenwiese, für den Nabu eine weitere im Rahmen des ehrenamtlichen Einsatzes für Natur und Umwelt. „Wir pflegen rund 20 Blumenwiesen mit einer Fläche von rund drei Hektar in 13 Gemeinden von Jestetten bis Albbruck“, sagt Hauke Schneider. Schon vor rund zehn Jahren hat der Nabu nach seiner Aussage die erste Blumenwiese in Lottstetten geschaffen. In der Regel würden sie auf fünf Jahre hin angelegt.

Für Insekten: Die Blumenwiese bietet Insekten eine ideale Nahrungsquelle. Bild: Ursula Freudig
Für Insekten: Die Blumenwiese bietet Insekten eine ideale Nahrungsquelle. Bild: Ursula Freudig | Bild: Ursula Freudig

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