„Endlich kann der Preis übergeben werden!“ Cornelia Reckermann von der Bräunlich-Bieser-Stiftung und Kunsthistorikerin Zara Tiefert-Reckermann vom Verein Schlossfreunde Tiengen sind erleichtert. Im vergangenen Jahr wählte eine Jury einstimmig das Künstlerehepaar Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat zu neuen Preisträgern der Bräunlich-Bieser Stiftung. Damals zeigte das Ehepaar in den Schwarzenbergsälen des Schlosses einen umfassenden Überblick über seine künstlerische Arbeit. Aber dann kam Corona und die Preisverleihung musste verschoben werden.

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Aber jetzt wird es wohl klappen. „Am 31. Juli findet die Preisverleihung im Schlosspark in Tiengen statt, bei Regen im Schlosskeller. Landrat Martin Kistler wird dort den Preis verleihen. Die Laudatio hält meine Tochter Zara.“ Sie freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Künstlern, die eigens zur Preisverleihung aus Bayern kommen und noch eine kleine Ausstellung ermöglichen.

Zara Tiefert (links mit Katalog) und Cornelia Reckermann sind die Mitorganisatorinnen der Preisverleihung für das Künstlerehepaar Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat.
Zara Tiefert (links mit Katalog) und Cornelia Reckermann sind die Mitorganisatorinnen der Preisverleihung für das Künstlerehepaar Inge Regnat-Ulner und Alfred Regnat. | Bild: Rosemarie Tillessen

Die findet zeitgleich an diesem Wochenende in den Schwarzenbergsälen des Schlosses statt. Dazu bringen sie einige Werke mit: Steinskulpturen in geometrischen, ästhetischen Formen, kraftvoll bearbeitet von Alfred Regnat sowie Plastiken und reizvoll malerische Collagen, oft auch mit zeitkritischem Bezug von Inge Regnat-Ulner.

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Beide Künstler verbindet eine strenge, konstruktive Formensprache. „Der Preis passt wie angegossen“, so Cornelia Reckermann. „Denn Beide haben nicht nur einen engen Kontakt zur Region – Inge Regnat-Ulner ist hier aufgewachsen – sondern waren mit dem Stifterehepaar Egon Bräunlich (1919 bis 2001) und Trudel Bräunlich-Bieser (1922 bis 2006) auch befreundet. Egon Bräunlich war nach seiner Hochzeit Apotheker in der Storchenapotheke in Tiengen, fand aber immer Zeit, ein eigenes künstlerisches Werk zu gestalten.

Der Hintergrund

Und sie verweist auf die vielen Spuren, die die Preisträger hier in der Region gesetzt haben: Etwa den Hansele-Brunnen und den Kaskadenbrunnen in Tiengen, die blaue Stele am Aufgang zur Schlosstreppe, eine Skulptur im Tiengener Friedhof oder die Türen der Versöhnungskirche in Waldshut.

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Und Cornelia Reckermann verkündet noch eine Überraschung: „Zur Preisübergabe bringen die Künstler einen wunderbar gestalteten Katalog mit, den sie den Besuchern schenken, solange der Vorrat reicht.“