Waldshut – Von einem reinen Gewerbegebiet kann man bei der Schmittenau, welche zwischen den Toren von Waldshut und der Grenze zur Schweiz liegt, nicht reden. Allein die ehemaligen Siedlungshäuser, ursprünglich gebaut für damalige Mitarbeiter der Lonza, verweisen darauf, dass es sich schon immer um ein Mischgebiet gehandelt hat. Größer, als von der direkt angrenzenden Bundesstraße 34 zu erkennen, erstreckt sich der auch als Stadtteil bekannte Bereich bis an das Ufer des Rheins und weiter bis zum sogenannten Rheinschloss. Während der östliche Teil der Schmittenau von Gewerbe, Handwerk und Handel geprägt ist, findet man im westlichen Teil eher Ein- und Mehrfamilienhäuser, sowie kleinere Dienstleistungsgewerbe für den täglichen Bedarf.

Der Nähe zum Rhein war es auch geschuldet, dass ein Teil des heute gewerblich genutzten Areals, hauptsächlich die Fuller- und Felsenauer Straße, sowie die Klingnauer Straße, lange als klassisches Überschwemmungsgebiet galten. Auch eine Mülldeponie befand sich in dem Gebiet, bevor Unternehmen das Areal besiedelten. Heute ist dort beispielsweise ein Standort des Deutschen Roten Kreuzes, die Holzwarth GmbH, Ebi Bedachungen oder der VfB Waldsut 1910 e.V. zu finden. Für Unternehmen besonders interessant ist ein Firmenstandort in der Schmittenau allein schon durch die direkte Lage an der Grenze zur Schweiz. Diesen Vorteil entdeckten in den vergangenen Jahren auch einige Paket-Shops für sich, die mit dem zentralen und einfach zu erreichenden Standort ihren Kunden einen zusätzlichen Service bieten können.

Dieser große Vorteil brachte bis vor einigen Jahren auch gleichermaßen Nachteile mit sich. Straßen und Grundstückseinfahrten waren oft durch parkende Lastwagen zugeparkt, die mit der Verzollung ihrer Waren beschäftigt waren. Nicht selten wurde auch an Wochenenden das Ortsbild durch parkende Lastwagen geprägt.

Für die Anwohner und auch für die dort angesiedelten Firmen war die Situation mit einem immer steigenden Verkehrsaufkommen nicht tragbar. Seit die Verzollungen in das Lonza-Areal verlegt werden konnten, hat sich die Situation in der Schmittenau entspannt.

Seit vielen Jahren im ständigen Wandel

Seit vielen Jahren ist der Haupt-Firmensitz des Unternehmens TOP Gebäudeservice GmbH in der Schmittenau. Der Fachbetrieb für Sauberkeit und Hygiene hat sich seit der Gründung vor 40 Jahren nach eigenen Angaben in den verschiedensten Bereichen spezialisiert. Neben allgemeinen Dienstleistungen rund um den Gebäudeservice, bietet die TOP Gebäudeservice seit Neuestem auch spezielle Desinfektionen mit Ozon und H<sub>2</sub>O<sub>2</sub> und Schädlingsbekämpfung an. Weitere Niederlassungen sind in Mühlhausen-Ehingen, Tuttlingen sowie Bahlingen am Kaiserstuhl. <br /><em>Bild: Top Gebäudereinigung</em>
Seit vielen Jahren ist der Haupt-Firmensitz des Unternehmens TOP Gebäudeservice GmbH in der Schmittenau. Der Fachbetrieb für Sauberkeit und Hygiene hat sich seit der Gründung vor 40 Jahren nach eigenen Angaben in den verschiedensten Bereichen spezialisiert. Neben allgemeinen Dienstleistungen rund um den Gebäudeservice, bietet die TOP Gebäudeservice seit Neuestem auch spezielle Desinfektionen mit Ozon und H2O2 und Schädlingsbekämpfung an. Weitere Niederlassungen sind in Mühlhausen-Ehingen, Tuttlingen sowie Bahlingen am Kaiserstuhl.
Bild: Top Gebäudereinigung

Waldshut (tpr) Die vielen Entwicklungen in all den Jahren zeigen deutlich, dass die Schmittenau ein Gebiet ist, dass sich ständig im Wandel befindet. Nach wie vor finden immer wieder Neuansiedlungen der verschiedensten Branchen statt, in direkter Nachbarschaft zu Traditionsunternehmen und wichtigen Arbeitgebern der Kreisstadt. Die zudem naturnahe Lage hat auch der Tourismus für sich nutzen können. Unter der Leitung von Familie Bier wird hier seit vielen Jahren der Rhein-Camping-Platz betrieben. Bis 1995 lag dieser in direkter Nachbarschaft der Schiesser-Niederlassung. Nach der Schließung des Werks entstand hier der heute sehr beliebte Stellplatz für Wohnmobile.

Interessengemeinschaft

Für den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Schmittenau, Harald Ebi, liegt gerade in diesem Bereich noch sehr viel Entwicklungspotenzial.

Ein Herzstück des Stadtteils ist die Interessengemeinschaft Schmittenau, welche seit 1996 ein eingetragener Verein ist. Seit 2003 ist Harald Ebi Vorsitzender. Für ihn ist die Entwicklung der Schmittenau ganz klar noch lange nicht abgeschlossen. Gut 70 Mitglieder hat die Interessengemeinschaft. Ähnlich wie bei anderen ehrenamtlichen Vereinen kamen die Aktivitäten unter der Coronakrise zum Stillstand.

Beispielsweise der über die Grenzen der Schmittenau beliebte Nikolaus-Markt wurde im vergangenen Jahr abgesagt, ebenso wie die Weiterentwicklung so mancher Projekte zum Stillstand kam. Prinzipiell lobt Harald Ebi die mittlerweile vielen Freizeitangebote, die sich über all die Jahre angesiedelt haben und für die Bewohner das Areal sehr attraktiv machen.

Großes Potenzial sieht Harald Ebi zukünftig durch die direkte Lage am Rhein, auch touristisch.