Das Vereinsjahr 2019 war „arbeitsreich aber viel, viel schöner als jetzt“ sagte Uli Ebner, Vorsitzender des Schlüchttal-Akkordeon-Orchesters (SAO) Gurtweil zu Beginn der Hauptversammlung. Wegen Corona kam knapp die Hälfte der 35 Aktiven, um die Vereinsjahre 2019 und 2020 zu den Akten zu legen, „bevor es zu spät ist“, so der corona-frustrierte und besorgte Vorsitzende.

Auch das Jahr 2020 „fing eigentlich gut an, bevor Maske und Lockdown“ nicht nur dem Vereinsleben arg zusetzten. Proben konnten lange nur über das Internet abgehalten werden, Hygienekonzepte mussten erstellt werden und Ideen für SAO-Aktivitäten waren gefordert. „Wir wollten ein Lebenszeichen in die Öffentlichkeit senden, dass es uns überhaupt noch gibt“, so der Vorsitzende. Und schon ist auch das aktuelle Vereinsjahr fast vorbei und vorsorglich wurde das Jahreskonzert in das Frühjahr 2022 verschoben.

Protokollantin Claudia Böhler berichtete über die Aktivitäten der 61 jungen und älteren Musiker. Auch in der Vereinskasse spiegelte sich das stark reduzierte Vereinsleben wider. Der entschuldigte Dirigent Roland Schaaf schrieb in seinem Bericht: „Wir haben gerade eine sehr schwere Zeit, das Zusammensein fehlt schon lange.“ Für 2022 drückte er die Hoffnung aus, „dass sich alles bessert“. Quasi als Trostpflaster spendete er dem Verein einen großen Teil seiner Dirigentenbezüge.

„Ein heikles Thema“, so der Vorsitzende, das in der Satzung des Vereins nicht geregelt sei, diskutierten die Versammelten noch: Die musikalische Gestaltung der Beerdigungen von Aktiv- und Ehrenmitgliedern. Ein weiteres Thema, die Ehrungen, wurde ebenfalls kurz angesprochen. „Eigentlich stehen extrem viele Ehrungen an“ (25- und 50-jährige Aktivzeit), weil das Jahreskonzerts 2021 ausfällt, will man die höheren Ehrungen im nächsten Jahr vornehmen. Für zehnjährige Aktivzeit wurden Friedhelm Walter, Rolf und Silvia Hummel geehrt.

Es stand die Frage im Raum: „Machen wir noch Proben?“ Nach Abwägung der Vor- und Nachteile sprachen sich viele für die Fortführung des Probenbetriebs aus. „Ich find‘s wichtig, dass wir proben, solange es die Corona-Regeln zulassen“, sagte ein Mitglied, jedes Orchestermitglied müsse für sich selbst entscheiden.

Für drei Vorstandsämter stand außerdem eine Wahl an. Ohne Gegenstimmen wurden der Vorsitzende Uli Ebner, die Schriftführerin Ines Süß und die Beisitzerin Tanja Rowinski wiedergewählt und somit der Schritt in ein neues Vereinsjahr getan.

Zum Abschluss der Hauptversammlung zeigte der Vorsitzende noch eine Fotopräsentation über die zurückliegenden Vereinsjahre. Und schließlich erhielten die SAO-Mitglieder als vorweihnachtliche Überraschung noch einen eigens für sie geschaffenen Adventskalender.