„Wir lassen niemanden im Regen stehen“: Mit diesen Worten begrüßte die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Gundi Vielhauer-Petroll, die Mitglieder im katholischen Pfarrsaal Tiengen.

Der Regenschirm, der im Moment wohl eher als Sonnenschirm dient, hat bei der Nachbarschaftshilfe Waldshut-Tiengen in der Tat Symbolcharakter. Alle Mitglieder bekamen den grünen Schirm mit Vereinsaufdruck als Weihnachtsgeschenk und dieser konnte nun auch bei der Versammlung am Donnerstag noch käuflich erworben werden, wovon die anwesende Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Susanne Ilgner gleich Gebrauch machte.

Die Nachbarschaftshilfe ist auch eng verbunden mit dem katholischen Pfarrzentrum Tiengen und Sabine Shaguolu ist als Abgeordnete des Pfarrgemeinderates im Vereinsvorstand vertreten.

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Die Nachbarschaftshilfe sei ja auch ein Schirm, unter dem sich Menschen treffen können, so Vielhauer-Petroll weiter. 2019 wurde der Verein gegründet, um diejenigen, die Hilfe brauchen mit denen die Hilfe geben möchten, zu vernetzen. „Füreinander – Miteinander“ lautet das Motto.

Das Angebot ist vielseitig: Unterstützung bei der Alltagsgestaltung, Begleitung zu Arztbesuchen, Einkäufe, Hilfe bei Schriftverkehr, Fahrdienste oder auch wenn pflegende Angehörige einfach mal Zeit für sich selbst benötigen. Dabei werden die Helferinnen und Helfer nach ihren persönlichen Fähigkeiten eingesetzt und mit Schulungsangeboten unterstützt. Während ihrer Tätigkeit sind die Helfer haftpflicht- und unfallversichert. Für ihre Einsätze wird eine Stundenpauschale als Aufwandsentschädigung berechnet.

Unterstützung für 40 Personen

Im Jahr 2021 wurden 40 Personen unterstützt. 1720 Arbeitsstunden kamen auf diese Weise im Jahr 2021 zusammen, die von 33 Helferinnen und Helfern erbracht wurden. In diesem Jahr werden es noch mehr Stunden werden, wie die Zwischenbilanz im ersten Halbjahr zeigt.

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Viel zu koordinieren gab es im vergangenen Jahr für den noch jungen, 106 Mitglieder zählenden Verein und es wurden zehn Vorstandssitzungen abgehalten. Der Kassenbericht von Phung Tran weist nach Einnahmen und Ausgaben ein gutes Vereinsguthaben aus. Stellvertretend für den OB würdigte Daniela Tayari die wertvolle Arbeit, die der Verein leistet: „Die Stadt wäre ein deutliches Stück ärmer ohne Ihre Arbeit.“