Die Vorsitzende Marion Král der Chorgemeinschaft Tiengen freute sich, unter den Gästen der Hauptversammlung auch Oberbürgermeister Philipp Frank begrüßen zu können. „Es geht wieder aufwärts“, stellte sie fest, „wir freuen uns schon jetzt auf ein schönes Weihnachtskonzert.“ Schriftführer Michael Knieper sagte: „Es ist doch mehr gegangen, als aufgrund der Corona-Krise zu erwarten war.“ Allerdings habe es beim Probenbesuch gemangelt, auch wenn über das Internet geprobt wurde. Zu einem Höhepunkt wurde das einwöchige Kulturfestival im Langenstein-Stadion. „Wir waren einer der drei Chöre, die vom Kulturamt eingeladen wurden“, sagte Knieper, „unser Auftritt fand eine tolle Resonanz.“

Dagegen bedauerte Marion Král, dass die Aktivitäten stark eingeschränkt waren, dass das Konzert unter dem Storchenturm und die Auftritte in der Fußgängerzone nicht stattfinden konnten. Als schwierig hätte sich die Flut der Corona-Vorschriften erwiesen, „da war für uns vieles nicht wirklich klar“. Dann wurde der Wasserrohrbruch auf dem Zufahrtsweg zur Sängerklause angesprochen, für dessen Behebung die Stadtwerke 3000 Euro in Rechnung gestellt haben. Recherchen über die Ursache hätten zu keinem definitiven Ergebnis geführt. Zu vermuten sei, so Král, dass schwere Forstfahrzeuge im Spiel gewesen seien. Sie appellierte daher an den OB, nach einer Kulanzregelung zu suchen.

Die Dirigentin

Dirigentin Myri Turkenich berichtete über die Proben via Internet, „die spannend waren und Spaß gemacht haben“. Weiter sagte sie: „Damit gehörten wir zu den wenigen Chören, die durchgeprobt haben.“ So sei der Chor gut für seinen Auftritt im Langesteinstadion vorbereitet gewesen. Damit der Chor zu seiner alten Stärke zurückfinde, sei es erforderlich, neue Mitglieder zu werben.

Wahlen

Bei den Teilwahlen wurde Michael Hermann als Nachfolger von Rita Fritz zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neue Kassiererin wurde Jennifer Saß, die Antonia Kiefer ablöste. „Ich freue mich, dass die Veranstaltungen wieder ins Laufen kommen, zumal der Verein für viele Menschen zu einer sozialen Heimat geworden ist“, sagte OB Philipp Frank. Dann wehrte er sich gegen die Kritik am Ordnungsamt. „Wir mussten konsequent sein, immer neue Vorschriften umsetzen, wir konnten uns nicht ständig auf Diskussionen einlassen.“ Den Verein lobte der OB für seine Kreativität, mit der die Corona-Zeit überbrückt wurde. Er versprach, sich um das Thema Wasserbruch zu kümmern.