Der Eschbacher Ortsvorsteher Matthias Schupp freute sich, zur letzten Ortschaftsratssitzung des Jahres, trotz Corona, wieder einige Besucher begrüßen zu können. Themen waren die Verkehrs- und Parkproblematik, die Bürgerversammlung am 22. Januar und der Breitbandausbau.

Ortsvorsteher Matthias Schupp.
Ortsvorsteher Matthias Schupp. | Bild: Peter Rosa
  • Bürgerversammlung: Überraschend war die Ankündigung des Ortsvorstehers, trotz Corona eine Bürgerversammlung veranstalten zu wollen und zwar in virtueller Form per Livestream im Internet. Das Rehessen könnte auf Bestellung ins Haus geliefert werden, wie das im Mai beim Pankratiusfest von der Kolpinggruppe mit großem Erfolg praktiziert wurde. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen: Das Leben geht weiter und wir bleiben weiter aktiv“, erklärte der Ortsvorsteher. Zustimmung signalisierte seine Stellvertreterin Petra Obrist: „Aus meiner Sicht ist die Technik machbar.“ Bei der Einrichtung müsste allerdings eine Spezialfirma hinzugezogen werden, wobei mit Kosten von rund 500 Euro zu rechnen sei.
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Bedenken äußerte Andreas Zieringer, dass man deutlich mehr Essen brauche, „denn viele werden denken, hingehen muss ich nicht, aber wenn ich das Essen schon frei Haus bekomme, nehme ich es auch.“ Trotzdem sprachen sich fünf der sechs Ortschaftsräte für eine virtuelle Lösung aus. Weiter regte der Ortsvorsteher an, Fragen schon vorher an ihn zu richten, um sie dann in der virtuellen Sitzung beantworten zu können. Petra Obrist schlug vor, anschließend ein Infoblatt herauszugeben, damit sich auch ältere Bewohner, die nicht über die nötige technische Einrichtung verfügen, ein Bild machen können.

  • Parksituation: Aufgrund der Hanglage und der engen Straßenverhältnisse war das Parken in Eschbach schon immer problematisch. Jetzt wurde die Situation durch eine Baustelle in der Bruckmattstraße, die nicht mehr durchgehend befahrbar ist, verschärft. Zwar hätten die Anlieger bisher viel Verständnis bewiesen, trotzdem habe er versucht, in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsamt der Stadt, nach Lösungen zu suchen. Beschlossen wurde, am südlichen Eingang der Straße „Zum Brandacker“ zwei Parkplätze anzulegen und sie auch entsprechend zu kennzeichnen. Einspruch kam von Andreas Zieringer: „Für mich wäre das ein zusätzliches Risiko, da an dieser Stelle die Sicht durch parkende Autos gravierend eingeschränkt wird.“
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Seitens der Besucher wurde beanstandet, dass einige Anwohner ihre Autos entlang der Straße parken, statt auf ihren Grundstücken Parkplätze einzurichten. Auch für Mieter müssten eigene Stellplätze ausgewiesen werden. Matthias Schupp kündigte zusätzliche Engpässe durch Straßenreparaturen an: In der Bruckmattstraße müssen drei Schachtdeckel neu gesetzt werden und in der Hausbrunnenstraße steht, aufgrund der starken Absenkungen, eine Straßensanierung an.

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Gesperrt ist gegenwärtig auch ein Abschnitt des Fußgängerweges hinunter ins Tal, wegen eines Bauvorhabens auf dem privaten Waldabschnitt. Er bekomme im Moment viele Anfragen, warum die Strecke gesperrt sei, so der Ortsvorsteher. Er hoffe, dass der Abschnitt nach Beendigung der Bauarbeiten wieder öffentlich zugänglich gemacht werde.

  • Breitband: Aufgrund der Planung für eine virtuelle Bürgerversammlung kam die Frage nach der Leistungsfähigkeit des örtlichen Netzes für die Internetverbindung auf. Matthias Schupp versicherte, dass bis zum 17. Dezember die Breitbandversorgung per Vectoring-Technik durch die Telekom, also über das Telefonkabel, zur Verfügung stehen werde.
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Er werde sich auch dafür einsetzen, dass eine Info-Veranstaltung angeboten werde, zumindest aber Infoblätter an die Haushalte verteilt würden, so Schupp. Auch über das Internet seien die erforderlichen Informationen erhältlich. Grundsätzlich gelte aber, dass jeder die Entscheidung für sich selbst treffen müsse, welches für ihn der passende Tarif sei.