Der SV Krenkingen schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Die erste Mannschaft, die in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Untermettingen agiert, ist zum ersten Mal in der 70-jährigen Vereinsgeschichte in die Bezirksliga aufgestiegen. Auch in der Infrastruktur wurde ein Meilenstein erreicht. Pünktlich zur neuen Premierensaison wurde der Neubau der Kabinen auf dem Sportplatz in Detzeln fertig.

„Das wäre eine perfekte Feier geworden, wäre uns nicht das Coronavirus in die Quere gekommen“, erläuterte Schriftführer Thorsten Lehmann, bei der Hauptversammlung in der Krenkinger Gemeindehalle. Die 40 anwesenden, der 220 Vereinsmitglieder, ließen sich die Laune deshalb nicht verderben: „Lasst uns den Moment genießen. Die Feierlichkeiten sind nur aufgeschoben, sobald es die Situation wieder zulässt, werden wir diese noch nachholen“, stellte der Vorsitzende Florian Maier klar.

Dem Architekten des sportlichen Erfolgs, Georg Isele, blieb es vorbehalten, über die erfolgreiche, aber auch ungewöhnlichste Saison seiner Karriere zu berichten: „Wir haben von Beginn an die Liga dominiert. Und dann kam, mit dem Ausbruch des Virus und der Absage der Runde, der Schock. Keiner wusste, wie es weitergeht. Schließlich wurde der aktuelle Tabellenstand als gültig erklärt“, berichtete er von seinen Gefühlen. Den Aufstieg in die Bezirksliga bezeichnete er als mehr als verdient.

Das Fundament des Erfolges sieht Jugendleiter Martin Boll in der Jugendarbeit. Viele der derzeitigen Aktiven kommen aus der Nachwuchsabteilung. Auch im abgelaufenen Jahr konnten in jeder Altersstufe Mannschaften gestellt werden. Herausragend sei der Klassenerhalt der A-Jugend in der Landesliga gewesen.

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Anschließend berichtete der Vorsitzende Florian Maier über das Mammut-Projekt Kabinenbau: „Wir haben uns einen Traum erfüllt“, blickte er voller Stolz zurück. „Fast zwei Jahre haben wir viel Arbeit und Geld investiert. 2500 Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder geleistet. Es wäre aber ohne die Unterstützung von Sponsoren und externen Helfer nicht möglich gewesen“, sagte er und hob dabei das Baugeschäft Lehmann hervor. Eine besondere Ehrung erfuhr „Capo“ Thorsten Lehmann. Für seine Bauleitung und seinen Einsatz wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Kassierer Manuel Nägele konnte trotz der hohen Investitionen ebenfalls positives vermelden: „Der Verein steht auf gesunden Füßen und ist schuldenfrei.“ Erweitert wurde die Vereinssatzung um die Einführung einer Ehrenamtspauschale. Ebenso Zustimmung fand eine leichte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Bei den Wahlen wurde der Vorstand bestätigt. Thorsten Lehmann, der sein Amt als Schriftführer abgab, wurde durch Daniel Albicker ersetzt.