Musikalisch begann die Gründungsversammlung des Vereins Erlebbare Umweltbildung im Feuerwehrhaus in Detzeln. Passend zum Thema Klima und Umwelt fand der MGV Detzeln mit dem Lied „Lebe wohl du Wald“ den richtigen Einstieg. Jörg Kasseckert, der die Idee zu diesem neuen Verein hatte, konnte neben 13 Gründungsmitgliedern, wenigen Bürgern aus Detzeln auch Bürgermeister Joachim Baumert, die Ortsvorsteherin Esther Koch (Detzeln) und Ortsvorsteher Frank Kaiser (Krenkingen) sowie Raymond Vöstel, Kreisvorsitzender des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg, begrüßen.

Einen erfolgreichen Start wünschte Joachim Baumert. „Die Achtung vor der Schöpfung und vor den Ressourcen der Natur, das Wissen darüber, und dieses Wissen den nachfolgenden Generationen erlebbar zu machen“, so Joachim Baumert sei wünschenswert. Auch Raymond Vöstel ist überzeugt, dass gerade in Zeiten von globalen Klimaveränderungen es immer wichtiger wird, dass sich Menschen zusammentun, um zu retten, was noch zu retten ist.

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Die Sensibilisierung für Natur-, Umwelt-, Klima- und Artenschutz ist ein wichtiges Ziel des neuen Vereins. Für Jörg Kasseckert sollte der Spaß dabei nicht zu kurz kommen. Kinder und Jugendliche an diese Themen heranzuführen, heißt den Forschergeist in ihnen zu wecken, und in der heimischen Landschaft auf Entdeckungstour zu gehen. Spielerisch, erlebbare, nachhaltige Umweltbildung, das ist eine Aufgabe, der sich der Verein stellt, und unter anderem mit Exkursionen, Workshops und Vorträgen umsetzen möchte.

Ein Beispiel hierfür ist das Ökomobil des Regierungspräsidiums, das in Detzeln Halt machte oder das Fischmobil im Steinatal. Der Verein, so Jörg Kasseckert, will eine Ergänzung zu bestehenden Naturschutzorganisationen sein. Er wünscht sich eine Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen, KiGa, KiTa, Firmen und Stiftungen.

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„Die Steina erlebt die größte Biodiversitätskrise aller Zeiten“, so Jörg Kasseckert. „Tier- und Pflanzenarten verschwinden rasant. Die Bachforelle ist in der Steina nicht mehr vorhanden.“ Daher wird ein Projekt des Vereins sein, die Bachforelle wieder in der Steina anzusiedeln. Aber auch Kräuterwanderungen mit der Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin Michaela Berthold-Sieber, die den Anwesenden selbstgemachte Kräuterkuchen anbot, Imkerei-Besichtigung oder eine Waldwanderung sind geplant. Eine der nächsten Aktivitäten ist eine Exkursion zum Kraftwerk Dogern. Zwei Mal wird auch das Fischmobil wieder im Kreis Waldshut Halt machen, einmal davon in Detzeln.