Dass Gärtnern Freude macht und Menschen zusammenbringt und verbindet, zeigt das Projekt Inklusionsgarten der Stoll-Vita-Stiftung und der Ambulanten Gemeindepsychiatrie des Caritasverbandes Hochrhein. Bewirtschaftet wird im Rahmen des Projekts ein großes „Beet“ im Garten der Stiftung in Waldshut. Der Inklusionsgarten steht Menschen mit psychischen Belastungen und allen, die Lust haben, gemeinschaftlich zu gärtnern, offen. Dies bereits im vierten Jahr. Jetzt ist der Inklusionsgarten von den Vereinten Nationen gewürdigt worden. Er darf für die nächsten zwei Jahre den Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ führen.

Der Inklusionsgarten der Stoll-Vita-Stiftung und des Caritasverbandes Hochrhein wurde von den Vereinten Nationen ausgezeichnet, von links: Wilfried Jäger (Gärtner der Stiftung), Adelheid Kummle (Stiftungsvorsitzende), Martin Riegraf (Vorstandsvorsitzender Caritasverband) und Angela Bäumle (Ambulante Gemeindepsychiatrie Caritasverband).
Der Inklusionsgarten der Stoll-Vita-Stiftung und des Caritasverbandes Hochrhein wurde von den Vereinten Nationen ausgezeichnet, von links: Wilfried Jäger (Gärtner der Stiftung), Adelheid Kummle (Stiftungsvorsitzende), Martin Riegraf (Vorstandsvorsitzender Caritasverband) und Angela Bäumle (Ambulante Gemeindepsychiatrie Caritasverband). | Bild: Ursula Freudig

Bekommen haben Stiftung und Caritas die Auszeichnung im Rahmen des UN-Sonderwettbewerbs „Soziale Natur-Natur für alle“, bei dem vorbildliche Projekte, die mit und über die Natur Menschen zusammenzubringen und Begegnung ermöglichen, gewürdigt werden. Wilfried Jäger, Gärtner der Stoll-Vita-Stiftung, und Angela Bäumle von der Caritas-Gemeindepsychiatrie leiten den Inklusionsgarten.

Die Projektpartner

In der kleinen Feier anlässlich der Auszeichnung mit Verantwortlichen und Projektteilnehmern blickte Wilfried Jäger in Wort und Bild auf die vergangenen gut drei Jahre zurück. „Zusammen arbeiten, ernten und genießen“, nannte er das Motto des Inklusionsgartens, bei dem so gut wie immer auch junge Menschen mithelfen, die bei der Stoll-Vita-Stiftung und der Caritas ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

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Zwei Teilnehmende machten deutlich, wie viel der Inklusionsgarten den unter psychischen Belastungen stehenden Menschen gibt. „Der Mittwoch ist für mich der schönste Tag der Woche“, sagte eine Teilnehmerin. Eine andere: „Es ist ein kleines Paradies entstanden, jeder bringt sein Wissen und seine Ideen ein.“ Jeden Mittwoch von 13 Uhr bis 15 Uhr gärtnert die Gruppe. In der kalten Jahreszeit treffen sich die Teilnehmer jeden zweiten Mittwoch in der Stoll-Vita-Werkstatt oder im Gewächshaus. Es handelt sich beim Inklusionsgarten um ein offenes, niederschwelliges Angebot, zu dem jederzeit Interessierte hinzustoßen können.