160 Weihnachtspäckchen hat der Frauenverein Tiengen für die Bewohner der zwei Tiengener Altenpflegeheime gepackt. 60 gehen an das St. Josefhaus. 100 haben Vorstandsmitglieder des Frauenverein kürzlich in das Haus am Vitibuck gebracht. Wegen Corona muss die Übergabe der Weihnachtspäckchen anders als gewohnt organisiert werden. Weihnachten trotz Corona in einem sicheren Rahmen zu feiern, ist für Pflegeheime eine große Herausforderung. Der Schutz der Heimbewohner steht auch im Haus am Vitibuck an erster Stelle.

Deshalb kann das Organisationsteam des Frauenvereins Tiengen dieses Jahr die Päckchen nicht persönlich an die Heimbewohner im Rahmen einer großen Adventsfeier mit Programm und Livemusik übergeben. „Es tut schon weh, dass die Feier nicht stattfindet, die Bewohner freuten sich immer sehr und haben uns allein mit ihrer Freude viel zurückgegeben“, sagt Cornelia Maier, Vorsitzende des Frauenvereins.

Zusätzlich zu den Päckchen hat der Frauenverein Tiengen dieses Jahr erstmals auch „süße“ Mitbringsel für die mehr als 90 Mitarbeiter des Pflegeheims übergeben. Damit sagt der Frauenverein dem Heimpersonal Dank für seinen großen Einsatz für die Bewohner in schwierigen Zeiten.

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Dass die Belastung durch Corona viel größer geworden ist, bestätigen Pflegedienstleiterin Nicole Quilitzsch und Agnieszka Daszuta vom Team Betreuung. Die „coronakonforme“ Gestaltung des Weihnachtsfests steht derzeit im Mittelpunkt. Weihnachten ist nach Aussage der Beiden das Fest für die Heimbewohner überhaupt. Es nicht gebührend zu feiern, ist nach ihrer Aussage, undenkbar. „Wir versuchen alles, dass die Bewohner trotz der besonderen Situation nicht vereinsamen und sie in einem schönen Rahmen Weihnachten feiern können“, fasst Heimleiterin Anna Offermann-de Boor die Lage zusammen. Große Feiern mit allen Bewohnern und wie vor Corona, teilweise zusammen mit den Angehörigen, werden nicht möglich sein.

Weihnachtliches

Aber weihnachtliche Dekoration im ganzen Haus, ein Adventsmarkt, Weihnachtsmänner, die auf jeder Etage die Päckchen des Frauenvereins und weitere von Mitarbeitern des Hauses verteilen, sowie ein besonderes Essen an Heiligabend werden Teil des weihnachtlichen Geschehens sein. Viel wird sich dabei auf den einzelnen Etagen des Heims abspielen.

Blick in den Besuchscontainer des Pflegeheims Haus am Vitibuck: Getrennt durch eine Plexiglasscheibe, sitzen sich Bewohner und Angehörige bei Besuchen gegenüber.
Blick in den Besuchscontainer des Pflegeheims Haus am Vitibuck: Getrennt durch eine Plexiglasscheibe, sitzen sich Bewohner und Angehörige bei Besuchen gegenüber. | Bild: Ursula Freudig

Besonders froh ist das Haus am Vitibuck, dass es ab dem 1. Dezember mit dem absoluten Besuchsverbot vorbei ist. Die Firma Schleith hat dem Heim einen Besuchscontainer gesponsert, den Elmar Indlekofer, Hausmeister des Pflegeheims, passgenau hergerichtet hat. Bewohner und Angehörige können sich in dem Container sicher und bequem treffen.