Alfred Scheuble

Der Chorverband Hochrhein (CVH), die Dachorganisation für 59 Mitgliedschöre im Kreis Waldshut, führte jüngst in der Schwarzwaldhalle in Grafenhausen die Hauptversammlung durch. Nach der stimmungsvollen Liederöffnung durch den gastgebenden Verein, den Gesangverein Grafenhausen, begrüßte der CVH-Präsident Andreas Thoma die verschiedenen Abordnungen der zugehörigen Chöre und die Vertreter des öffentlichen Lebens.

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Der Präsident bat dann die Versammelten darum, stehend der 21 verstorbenen Sänger zu gedenken. Bürgermeisters Christian Behringer betonte in seinem anschließenden Grußwort die Bedeutung von Gesang und Musik und wertschätzte das Engagement der vielen Mitgliedsvereine.

Gute Ergebnisse

Dem ersten Bericht des neuen CVH-Präsidenten war zu entnehmen, dass 2022 die Neugestaltung der „Ehrungskonzerte Ost und West“ mit gutem Ergebnis erfolgt sei. Ganz besonders hob er das Benefizkonzert für den Frieden im Frühjahr hervor, als über 100 Teilnehmer an drei verschiedenen Orten in Lauchringen und Waldshut-Tiengen das Lied „Die Gedanken sind frei“ aufführten und damit gegen den Krieg in der Ukraine ein beachtetes musikalisches Zeichen für den Frieden setzten. Thoma erinnerte auch daran, dass die gemeinsame Werbeaktion mit dem SÜDKURIER „Eine Stimme wird ein Ganzes“ mit professionellen Videos und Bildern von über 50.000 Menschen wahrgenommen wurden. Das Förderprogramm „Impuls“ zur Kofinanzierung eines E-Pianos sei lediglich von sechs Mitgliedschören angenommen worden. Insgesamt hat das Präsidium im vergangenen Jahr 56 Sitzungen, Veranstaltungen und anderweitige Termine wahrgenommen.

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Ergänzend zum Bericht des Präsidenten erinnerte Katharina Bäumle an diverse Ausbildungsangebote für Kinder und Jugendliche, darunter ein Aktivwochenende in der Jugendherberge in Menzenschwand.

Schließlich ließ dann noch der Kassenbericht von Birgit Rogg erkennen, dass die Finanzlage im Chorverband trotz eines mittleren vierstelligen Verlustes immer noch befriedigend ist. Dies bestätigte dann auch der Kassenprüfer Reinhold Indlekofer, der den Versammelten die uneingeschränkte Entlastung des Präsidiums empfahl.

Nach der Verabschiedung von der bisherigen Pressereferentin Angelika Ebner wurden folgende Ämter jeweils einstimmig neu besetzt: Sonja Dannenberger als Frauenbeauftragte (zusätzlich amtiert sie als Vizepräsidentin), Michael Pfisterer als Beisitzer und Alfred Scheuble als Pressebeauftragter.

Und der Chorverband hat auch die Termine bereits für das kommende Jahr fest im Blick. Im Frühjahr 2023 ist ein „Tag der Chorleiter“ vorgesehen, die Ehrungskonzerte Ost und West sind für den 29. April in Luttingen und für den 13. Mai in Ofteringen geplant. Im Juli ist dann die „Abend-Sing-Woche 2023“ terminiert und die Jahreshauptversammlung findet dann am 26. November 2023 in Aichen statt.

Ziele der Zukunft

Als Ziele für die Zukunft benannte Thoma das Vorhaben „die Interessen der Mitgliedschöre weiter umzusetzen sowie die Informationsquellen und Weiterbildungsangebote zu optimieren“.

Niklas Nüssle bedankte sich für das Engagement der singenden Vereine und lobte, der Hochrhein hat viele Vereine und „das macht die Region auch so lebenswert“. „Wir sitzen alle in einem Boot“ bemerkte dann Ralf Eckert stellvertretend für den Blasmusikverband Hochrhein und er betonte das partnerschaftliche Miteinander ebenso wie Manuel Wagner von der Musikschule Bad Säckingen.

Zum Abschluss der Hauptversammlung verwies der CVH-Präsident Andreas Thoma noch auf das Jubiläum des Landkreises (50 Jahre), das mit einem gemeinsamen Projekt in Form eines Flashmobs gefeiert werden soll. Der Kreis will mit dem Motto „Statt Sofa“ (www.stattsofa.net) eine Plattform entwickeln, die das Kulturgeschehen im Landkreis abbilden soll. Der abschließende Liedvortrag „Wir ziehen in den Frieden“ durch den Gesangverein Grafenhausen rundete die Versammlung musikalisch ab.