„Was vor Jahrzehnten noch abstrakt war und geleugnet wurde, dringt langsam näher an uns heran“, sagte Yonca Thurner, Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen. In ihren einfüh-renden Worten zur Hauptversammlung der Ortsgruppe im Waldshuter Gasthaus „Schützenhaus“ mit etwa 25 Mitgliedern stellte sie ein langsam wachsendes Bewusstsein für Themen wie Klima, Artenvielfalt, Flächenverbrauch und ökologische Landwirtschaft fest.

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Die BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen sei vielfältig aktiv, auch wenn zuletzt wegen Corona viele Veranstaltungen ausgefallen sind wie der Fahrradmarkt in Tiengen, Exkursionen und die Treffen der Kindergruppe.

Neuer Eindringling: Der Feinstrahl, auch Berufkraut genannt, vermehrt sich rasant auf den Wiesen der Region. Wie das Springkraut eine eingeschleppte Pflanze, die einheimische verdrängt.
Neuer Eindringling: Der Feinstrahl, auch Berufkraut genannt, vermehrt sich rasant auf den Wiesen der Region. Wie das Springkraut eine eingeschleppte Pflanze, die einheimische verdrängt. | Bild: Freudig, Ursula

In einem Bildvortrag machte Hans Jürgen Bannasch deutlich, was alles geschafft wurde. Er stellte die Biotope in Waldshut-Tiengen und Umgebung vor, die die Ortsgruppe pflegt: Liederbach, Samlischbuck, Erlenmoos, Pfaffenmatt, Judenäule und Seltenbachtal. Zusätzlich Arbeit machen wird nach seiner Aussage der Feinstrahl (Berufkraut), eine Pflanze die sich wie auch Stadtgärtner Bernd Kramm bestätigte, in jüngster Zeit rasant vermehrt habe. Sie ist wie das Springkraut eine eingeschleppte Pflanze, die einheimische verdrängt.

Ein Mitglied, das seit 20 Jahren immer an vorderster Front bei der Biotoppflege mitgeholfen hat, ist Friedrich Hahn. Er zieht nach Dresden und wurde mit vielen Worten des Dankes und Geschenken in der Sitzung verabschiedet. „Ich habe die Arbeit immer gern gemacht, mir bleiben viele Erinnerungen“, sagte Hahn. Dass die Lücke, die er reißt, bald mit neuen, tatkräftigen Mitgliedern geschlossen werden kann, ist der große Wunsch der Ortsgruppe. Finanziell steht sie auf soliden Füßen, der Kassenstand ist ausgeglichen.

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Grußworte in der Versammlung sprachen unter anderem Die Parlamentarische Staatssekretärin und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter und Oberbürgermeister Philipp Frank. Frank stellte das Ende der Sanierung des Kornhauses für das zweite Quartal 2022 in Aussicht – dann wird die BUND Ortsgruppe Waldshut-Tiengen wieder ein festes Domizil haben. Sie hat zehn aktive und etwa 400 Passiv- und Fördermitglieder.