Manfred Dinort

Gut besucht war die Bürgerversammlung Eschbach, die im Gemeindehaus stattfand. Regie führte Ortsvorsteher Matthias Schupp, zu Gast waren Oberbürgermeister Philipp Frank und seine Frau, die Ortsvorsteher und Gemeinderäte Philipp Studinger, Harald Würtenberger, Armin Arzner, Lorenz Eschbach, Torsten Basler, die Kreisrätin Antonia Kiefer sowie die Jagdpächter, die das Wild für das gemeinsame Essen gespendet hatten.

Für einen musikalischen Auftakt sorgte der Singkreis Eschbach unter der Leitung von Stephanie Pönitz.

Mit schönen Liedern eröffnete der Singkreis Eschbach unter der Leitung von Stephanie Pönitz die Eschbacher Bürgerversammlung.
Mit schönen Liedern eröffnete der Singkreis Eschbach unter der Leitung von Stephanie Pönitz die Eschbacher Bürgerversammlung. | Bild: Manfred Dinort

Der Service und die Bewirtung lagen in den Händen der Kolpinggruppe. Die Vorsitzende Marion Obrist stellt kurz ihre Gruppe vor, die sich vor allem in der Jugend- und Sozialarbeit engagiert.

„Desolate ärztliche Versorgung“

In der Fragestunde beklagte Gertrud Steßl die „desolate ärztliche Versorgung“ und die schier endlosen Wartezeiten. Was tut die Stadtverwaltung, um die Lage zu verbessern, wollte sie vom OB wissen. „Es ist schwierig, Leute zu bekommen“, lautete die Antwort. „Und die, die an den Hochrhein kommen, gehen lieber gleich in die Schweiz.“ Alles, was die Stadt an Vorleistungen und flankierenden Maßnahmen im Angebot gehabt habe, hätte nichts gebracht, „wir stehen da vor einer schier unlösbaren Aufgabe“.

Rückblick auf zwei Jahre

In seinem Rückblick erinnerte Ortsvorsteher Matthias Schupp an die letzten beiden Jahre, als die Bürgerversammlungen online stattfanden und das Rehessen ins Haus geliefert werden musste. Im Ortschaftsrat gab es im letzten Herbst einen Wechsel: Bärbel Zieß zog weg, neu vereidigt wurde Gaetano Maniscaleo, der ihre Nachfolge antrat. Am Ortseingang wurde eine neues, kunstvoll gestaltetes Ortsschild aufgestellt. Der steile Fußweg von der Reblandstraße hinunter zum Buckmattweg wurde neu befestigt. Der Weg soll im Laufe des Frühjahres mit einem Geländer gesichert werden. Zu einem Höhepunkt wurde das Pankratiusfest, das nach zwei Jahren Pause mit einer Prozession gefeiert wurde.

Ein weiterer Höhepunkt war das Most- und Schlachtfest, das mit mehreren Ständen auf dem Platz vor dem Gemeindehaus stattfand. Als erfreulich bezeichnete Matthias Schupp die Beteiligung an der letzten Reinigungsaktion „Unser Dorf“, die in diesem Jahr am 31. März stattfinden wird. Gerne genutzt wurde der neue Bücherschrank, der am unteren Eingang des Gemeindehauses aufgestellt wurde. Für den geplanten Rundwanderweg wurde die Route festgelegt.

Abschiede von Wegwarten

In diesem Jahr soll der erste Abschnitt in Angriff genommen werden. Änderungen gab es bei den Wegwarten: Markus Boy wurde in den Ruhestand verabschiedet, neu dazu kamen Klemens Mitschker und Bernd Obrist. Aktiv waren auch die Stadtwerke, die in verschiedenen Straßenzügen Elektrokabel und Leerrohre verlegten, auch als Teil einer geplanten Breitband-Ringleitung über Gaiß, Waldkirch, Schmitzingen und Waldshut.

Erfolgreich abgeschlossen wurde die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Pankratius. Am 17. Juni, an einem Tag der offenen Tür, können die neu gestalteten Räumlichkeiten besichtigt werden. Ein neuer Aufgang zum oberhalb des Gemeindehauses gelegenen Spielplatz soll für mehr Sicherheit sorgen. Auch ein Zaun konnte noch, rechtzeitig vor dem Wintereinbruch, in Eigenleistung fertiggestellt werden. Fortschritte wurden auch beim Thema „schnelles Fahren“ gemacht: In den Kernbereichen des Dorfes wird Tempo 30 eingeführt. 2023 sollen die Fassaden des Gemeindehauses neu gestrichen und ein barrierefreier Zugang zum Gemeindesaal angelegt werden.

„Respekt vor dem, was Ihr das Jahr über für das Dorf geleistet habt“, so urteilte der OB. „Ich habe den Eindruck, dass es hier genauso läuft, wie es laufen sollte.“ Um auch die Stadt zukunftsfähig zu erhalten, sei es wichtig, Krippen- und Kitaplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen und die Sanierung der Schulen voranzubringen. Andrerseits fehle es an Fachpersonal, „man braucht viel Glück, um an das passende Personal heranzukommen“. Für die Stadt gebe es viele Projekte, so der OB, die Zug um Zug umgesetzt werden sollen.