„Gut Ding will Weile haben“ – in Aichen macht ein neues Bauwerk diesem Sprichwort alle Ehre: Jahre hat es gedauert, bis der Wunsch Aichens für ein Buswartehäuschen in Erfüllung ging und sitzend mit einem Dach über dem Kopf auf den Bus gewartet werden kann. Dafür dürfte Aichen jetzt eines der schönsten in der Gegend haben.

Es besteht aus rustikalem Fichtenholz und hat ein richtiges, mit Ziegeln bedecktes Dach. Die seitlichen Wände sind aus stabilem, bruchsicherem Verbundglas. Das Häuschen steht zwischen Gemeindehaus und Schule und ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt, zwei spendablen Unternehmen und Aichen. Die Gesamtkosten für das Häuschen werden mit rund 15.000 Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Stadt die Kosten für den Unterbau, im Frühjahr hat sie das Betonfundament und den Boden aus Verbundsteinen gelegt. Die Firma Witholz in Witznau hat alle Holzteile gespendet und hierfür rund zwei Kubikmeter Fichtenholz verarbeitet. Die Firma Maier Bau- und Immobilien in Allmut hat ebenfalls mitgeholfen und das Dach gesponsert. Damit sind laut Aichens Ortsvorsteher Christian Maier ein Großteil der Gesamtkosten gedeckt: „Wir werden als Ortschaft gut weg kommen.“

Aufgebaut haben das Häuschen maßgeblich die engagierten Aichener Norbert und Christian Strittmatter. „Das Buswartehäuschen ist ein wunderbares Beispiel dafür, was in öffentlich-privater Initiative gemeinsam erreicht werden kann“, sagte Oberbürgermeister Philipp Frank bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Sponsoren und dem Ortsvorsteher. Bei dem Treffen wurde festgestellt, dass dem Buswartehäuschen noch etwas Wichtiges fehlt: Ein schöner, passender Abfalleimer. Den, versprach Oberbürgermeister Frank, wird die Stadt übernehmen.