Die elfte Tiengener Weihnachtswunschaktion des Kiwanis-Clubs Waldshut-Tiengen und der Wirtschaftsjunioren Hochrhein sorgt an Weihnachten wieder für viele leuchtende Kinderaugen. 112 Wünsche aus Tiengen haben die beiden Vereine in diesem Jahr erfüllt. Kurz vor Weihnachten waren acht Teams aus Mitgliedern der beiden Vereinigungen unterwegs, um die Päckchen an die Kinder zu verteilen. An Kinder aus Familien, die es sich nicht leisten können, ihren Lieben viele Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. Möglich ist diese Aktion nur durch großes Bürgerengagement.

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„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Aktion, die nur durch die große Hilfsbereitschaft der Bürger und Stadtbesucher möglich ist“, erklärt Markus Reckermann, Präsident des Kiwanis-Clubs Waldshut-Tiengen.

Noch nie waren so viele Wünsche bedürftiger Kinder bei den Organisatoren der Tiengener Weihnachtswunschaktion eingegangen, wie in diesem Jahr. Und noch nie war die Bereitschaft in der Bevölkerung größer, diese Wünsche zu erfüllen. An einem Samstag im Advent hatten Mitglieder der beiden Clubs die Wünsche der Kinder in der Innenstadt von Tiengen „verkauft“. „Innerhalb von zweieinhalb Stunden waren alle Wunschzettel vergeben“, erklärt Projektleiter Toni Elbert erfreut. „Unser Stand und Wunschbaum waren noch nicht fertig aufgebaut, da warteten bereits die ersten Stadtbesucher darauf, einen Kinderwunsch auszuwählen und zu erfüllen“, erzählt er weiter.

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Viele Menschen seien ganz gezielt in die Stadt gekommen, um die Aktion zu unterstützen, andere kamen zufällig vorbei und hätten sich spontan entschlossen, einem Kind an Weihnachten eine Freude zu bereiten. Als alle Wünsche vergeben waren, spendeten einige Stadtbesucher sogar noch Geld für die Aktion. So konnten noch einige Kinderwünsche erfüllt werden, die verspätet eingetroffen sind. „Wir versuchen wirklich alles möglich zu machen, um niemanden zu enttäuschen“, sagt Elbert.

Das steht auf den Wunschzetteln

Damit die Geschenke dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden, arbeiten die Clubs mit dem Jobcenter zusammen. Den Organisatoren fällt auf, dass sich die Wünsche in den vergangenen Jahren sehr verändert haben. „Früher haben wir für die Kinder überwiegend Spielzeug besorgt, jetzt sind es oftmals praktische Dinge, wie beispielsweise eine Winterjacke, die auf den Wunschzetteln stehen. Das macht uns schon betroffen, zeigt es doch, dass es in manchen Familien am Nötigsten fehlt.“

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Die Geschenke werden, soweit möglich, in den Tiengener Geschäften gekauft, auch dort erfahren die Organisatoren große Unterstützung. „Viele Geschäftsinhaber geben Rabatte oder stiften ihren Preis zugunsten der Aktion und meist bekommen wir die Päckchen bereits hübsch verpackt, was uns die Organisation enorm erleichtert“, verrät Elbert. Seit vergangenen Samstag werden die Geschenke coronakonform an die Familien verteilt.

Vor Weihnachten sollen alle Kinder ihre Päckchen erhalten. Auch die Übergabe ist für die Mitglieder der Clubs bewegend und emotional. „Die Freude der Kinder und die Gastfreundschaft der Familien zu erleben ist wirklich ergreifend. Leider dürfen wir die Geschenke auch in diesem Jahr aber nur an der Tür abgeben.“