Der Gurtweiler Schlossmarkt ist Geschichte. Entstanden ist er als ein Angebot der Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH, um Menschen mit Behinderung weitere Zugangsmöglichkeiten zur Gesellschaft und umgekehrt der Gesellschaft Begegnungsmöglichkeiten mit Menschen mit Behinderung zu verschaffen.

Mit Beginn der Corona-Pandemie konnte der Schlossmarkt in der bewährten Form in einem ersten Schritt nicht mehr stattfinden. Kontaktbeschränkungen und der Schutz der Bewohner erlaubten die Veranstaltung des Schlossmarktes in Gurtweil bis auf Weiteres nicht mehr.

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Angetreten waren die Caritaswerkstätten Hochrhein vor fast zehn Jahren mit dem Ziel, nicht nur über die Teilhabe behinderter Menschen am Leben in unserer Gesellschaft zu reden, sondern um diese Teilhabe in einem Kooperationsprojekt mit damals fünf Partnern auch aktiv praktisch umzusetzen.

So entstand der Gurtweiler Schlossmarkt. Dort konnten Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich erlebt werden. Diese Begegnungen trugen dazu bei, Unsicherheiten und Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderungen abzubauen und insbesondere Kontakte aufzubauen. Damit gingen die Verantwortlichen der Caritaswerkstätten Hochrhein einen weiteren Schritt in die Richtung zur Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben.#

Den Gurtweiler Schlossmarkt der Caritaswerkstätten Hochrhein gibt es nach zehn Jahren nicht mehr, aber der einstige Marktstandbetreiber Indlekofer bietet sein Obst- und Gemüsesortiment jetzt wieder in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Parkplatz der Metzgerei Ebner an. Auf dem Foto von links die Marktstandbetreiberin Andrea Indlekofer, Klaus Weissenberger von den Caritaswerkstätten Hochrhein und die Marktstandmitarbeiterin Anne Jetter.
Den Gurtweiler Schlossmarkt der Caritaswerkstätten Hochrhein gibt es nach zehn Jahren nicht mehr, aber der einstige Marktstandbetreiber Indlekofer bietet sein Obst- und Gemüsesortiment jetzt wieder in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Parkplatz der Metzgerei Ebner an. Auf dem Foto von links die Marktstandbetreiberin Andrea Indlekofer, Klaus Weissenberger von den Caritaswerkstätten Hochrhein und die Marktstandmitarbeiterin Anne Jetter. | Bild: Alfred Scheuble

Zwar würde die aktuelle Coronaverordnungslage wieder eine Veranstaltung des Marktes auf dem Schlossgelände in Gurtweil ermöglichen, aber der plötzliche Tod eines Marktstandbetreibers und der zunehmende wirtschaftliche Druck auf unternehmerische Entscheidungen führten letztlich dazu, dass der Schlossmarkt nicht mehr weitergeführt wird.

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Als letzter verbleibender Marktanbieter hat sich Matthias Indlekofer zusammen mit seiner Ehefrau Andrea dazu entschlossen, seine Produkte wieder jeden Freitag auf dem Parkplatz der Metzgerei Ebner in Gurtweil anzubieten. Zwar sei die Atmosphäre auf dem Schlossmarkt schöner gewesen, sagt Andrea Indlekofer, aber jetzt sei man mit dem Stand wieder besser im Blickfeld der Fahrkundschaft. „So isch‘s jetzt“, sagte Klaus Weissenberger von den Caritaswerkstätten Hochrhein, der das Ende des Schlossmarktes zwar auch bedauert, aber keine Perspektive mehr für den Weiterbetrieb sah.

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