Rund 240 Kinder, meist zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern, machten sich auf den Weg, um die schöne, landschaftlich reizvolle Strecke des Abenteuerwegs abzulaufen, den der Verein Leiterbachpiraten in Oberalpfen organisiert hatte. Nebenher wurde der Lösungsbogen ausgefüllt und zum Schluss in den Briefkasten bei der Oberalpfener Halle, dem Ausgangs- und Endpunkt der Tour, eingeworfen.

Mit von der Partie waren Familien aus dem gesamten Landkreis. Aber auch auswärtige Familien, etwa aus Mannheim, Konstanz, Lörrach, Regensburg und Zürich hätten sich beteiligt.

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„Es war ein toller Erfolg, mit so vielen Teilnehmern hatten wir nicht gerechnet“, so das Resümee des Teams. „Wir haben uns auch riesig über die positive Resonanz gefreut, von allen Seiten gab es ganz viel Lob“. Am Ende seien allerdings die Begleithefte ausgegangen, sodass sich die Teilnehmer ihre Infos aus dem Internet holen mussten.

Martina Welte mit ihrem Sohn beim Puzzeln an der ersten Station: Das Schiff der Piraten ist in einen Sturm geraten.
Martina Welte mit ihrem Sohn beim Puzzeln an der ersten Station: Das Schiff der Piraten ist in einen Sturm geraten. | Bild: Manfred Dinort

Aber auch das sei kein Problem gewesen. Auch die Belohnungen hätten nicht gereicht, „die versprochene Überraschung werden wir aber noch bis Mitte Juni an alle Kinder verteilen oder sie – je nach Wohnort – per Post verschicken.“

Auf die Idee zu diesem Parcours sei sie gekommen, so Martina Welte, weil sie selbst schon mit ihrem Sohn solche Themenwege gelaufen sei. „Wir waren auch der Meinung, dass die Familien und Kinder in den letzten Monaten durch Corona auf so vieles verzichten mussten, und daher wollten wir sehr gerne, speziell für die Familien, etwas Gutes tun“.

Mal was Neues ausprobieren

Dazu erklärte sie: „Da wir ja leider nicht wie üblich Fasnacht feiern konnten, hatten wir jetzt genügend Kapazitäten frei, um so eine Aktion zu planen und mal was Neues auszuprobieren“. Allerdings musste die Strecke auch täglich kontrolliert werden, ob alle Stationen in Ordnung waren. Trotzdem seien immer wieder ein paar Sachen verschwunden gewesen, sodass Ersatz beschafft werden musste.

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Der Abenteuerweg begann mitten im Dorf, an der Gemeindehalle. Direkt vor dem Eingang stand eine Kiste mit Puzzleteilen zu einem Bild. Was ist auf dem Bild zu sehen? so lautete die erste Frage. Dann ging es weiter durchs Leiterbachtal, Schilder wiesen den Weg. Ziel war es, den verlorenen Schatz der Leiterbachpiraten wieder zu finden.

Piraten an der neunten Station

Zweimal mussten die Brücken über den Bach passiert werden. In der Nähe der ersten Brücke hatte eine Flutwelle einen ganzen Sack mit Goldmünzen von Bord gespült. Oben, auf der Höhe, ging es vorbei an dem geheimnisvollen Seile-See. Einen Riesenspaß hatten die Kinder an der neunten Station, wo sie sich als Piraten verkleiden konnten. An der zweiten Brücke war ein Piratensegel im Gebüsch hängen geblieben und unter der Brücke war eine Flaschenpost gestrandet, die eine wichtige Botschaft enthielt.

„Wir werden so eine Aktion aber auf jeden Fall wieder durchführen“, so Martina Welte. „Aber nicht gleich im nächsten Jahr, denn da feiern wir unser 40-jähriges Vereinsjubiläum und für April und Juli 2022 sind bereits zwei größere Veranstaltungen geplant.“