Wenn ein einziger Schlag den Ball ins Loch befördert, spricht der Golfer von einem Ass. Was aber, wenn zwar ein Volltreffer vorliegt, aber eigentlich ein ganz anderes Ziel anvisiert war? Dann kann die Folge des flotten Schwungs auch mal zum Fall für die Polizei werden, wie ein Vorkommnis aus dem Nachbarlandkreis Breisgau-Hochschwarzwald zeigt. Auf der Bundesstraße 31, die am Gelände des Freiburger Golfclubs vorbeiführt, sah sich ein Autofahrer unvermittelt unter Beschuss, bei dem die Frontscheibe demoliert wurde. Die daraufhin verständigte Polizei konnte laut Einsatzprotokoll einen „leicht verzogenen“ Ball-Abschlag samt dem Urheber ausfindig machen, der auch anstandslos die Schadensregulierung zugesagt habe.

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Übrigens grenzen alle drei Golfplätze, die es im Kreis Waldshut gibt, direkt an eine Landesstraße und kommen damit theoretisch für ähnliche Querschläger in Betracht. Vergleichbare Vorkommnisse sind hier jedoch bislang nicht bekannt geworden. Dies gilt auch für den schönen Minigolfplatz am Waldshuter Rheinufer, an dem aber ohnehin nur der schmale Jahnweg vorbeiführt. Tückisch ist dort allenfalls einmal dichtes Gebüsch, das schon so manchen Schmetterball auf rätselhafte Weise verschluckt hat. Ohnehin entfalten die Flugkörper des großen Golfsports eine deutlich höhere Durchschlagskraft (wie ja am Freiburger Beispiel deutlich wurde). Nicht umsonst stehen zwar nicht an der Straße, aber auf Spazierwegen im Bereich des Golfplatzes von Rickenbach eigens konzipierte Warnschilder nach Vorbild der dreieckigen Verkehrszeichen. Eines davon weist schon deutliche Blessuren auf und legt die Vermutung nahe, dass auch an dieser Anlage gelegentlich ein Schlag „leicht verzogen“ wird.

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