„Zwei spannende Wochen liegen hinter uns“, sagte Landrat Martin Kistler an der Abschlussveranstaltung der Demenzwochen, die im Rahmen der kommunalen Pflegekonferenz stattfanden. Den Saal im Landratsamt zum Toben brachte dann die sympathische A-Cappella-Band „Fabuluos Four“ aus Ühlingen-Birkendorf, die wunschgemäß fast nur auf Deutsch sang und die Anwesenden immer wieder zum Schmunzeln brachte.

„Wir hoffen, wir haben es geschafft, diese Erkrankung näher an die Öffentlichkeit zu bringen“, fuhr der Landrat fort. Das Ziel der Veranstaltungen, bei denen Vorträge gehört, ein Film angesehen werden konnte oder ein Buch vorgestellt worden war, sei es, dementen Menschen sensibler zu begegnen, dass sie trotz ihrer Erkrankung von der Gesellschaft akzeptiert würden.

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„Die Deutsche Gesellschaft für Alzheimer rechnet im Jahr 2050 mit 2,4 bis 2,8 Millionen Menschen, die an einer dementiellen Erkrankung leiden, und die Zahl kann durchaus ansteigen“, erklärte Kistler. „Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wir brauchen Strukturen“, betonte der Landrat.

Wie haben Interessierte die Veranstaltungen erlebt? Petra Hug vom Demenzkompetenzzentrum der Caritas erklärte: „Die Veranstaltungen waren spitze, die Vorträge interessant und man konnte viele Tipps und Umgangsformen mitnehmen.“ Sie finde solche Veranstaltungen gut, weil Demenz keine Schande sei, sondern eine Erkrankung. „Wichtig ist, dass auch Laien mit der Erkrankung umgehen können.“

Beate Harmel von der lokalen Allianz für Menschen mit Demenz (Mit-einander Hochrhein), die auch ein Kooperationspartner des Pflegestützpunkts im Landratsamt in Waldshut ist, erklärte: „Ich war bei vielen Vorträgen dabei und ich war begeistert.“ Ehemann Fried Schüle ergänzte: „Es war sehr eindrucksvoll, den Fachleuten zuzuhören. Alle müssten etwas über Demenz wissen. Je mehr darüber wissen, desto weniger Angst haben sie und die Betroffenen leben besser. Darüber reden ist ganz wichtig“, ist er überzeugt.