Gerade mal ein Jahr ist es her, als zwei Schüler des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ den ersten Preis sowie einen Sonderpreis im Fachgebiet Technik gewannen und anschließend – damals noch ohne weiteren Erfolg – zum Landeswettbewerb antraten. Alex Korocencev und Felix Sewing, beide inzwischen 18 Jahre alt, wollten ein Hoverboard entwickeln und bauen, das nach dem Prinzip der magnetischen Abstoßung über einer Kupferplatte schweben kann. Das gelang ihnen damals, wenn auch noch nicht sehr ausgereift. Und so arbeiteten beide Schüler an der Optimierung ihres Hoverboards.

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Das Flugobjekt sollte besser zu steuern sein, ebenso sollte eine Steigerung der Tragkraft ihres Apparats erreicht werden. 2019 siegten die jungen Forscher erneut – im Februar beim Regionalwettbewerb in Freiburg und schließlich im März auch beim Landeswettbewerb in Stuttgart.

Aus Hoverboard wird Magnetvehikel

Aus dem Hoverboard wurde ein weiterentwickeltes MLV, ein Magnetically Levitated Vehicle. Nunmehr ist das Gerät durch gezieltes Ankippen einzelner Rotorscheiben kontrolliert vorwärts und rückwärts zu bewegen. Auch Drehbewegungen nach links oder rechts gelingen. Das MLV ist also fernsteuerbar und gut lenkbar geworden. Alle physikalischen Grundlagen hierzu wurden von den beiden jungen Forschern selbst erarbeitet und in Simulationen an leistungsfähigen Universitätsrechnern bestätigt. Auch sämtliche technischen Details wurden in Modell-Vorversuchen von ihnen selbst entworfen.

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Ihr neues MLV – früher „Hoverboard“ – haben die beiden Schüler selbst konstruiert und dann mit einem 3D-Drucker hergestellt. Es gelang, die Magnetanordnung in den Rotorscheiben zu optimieren, um innere Spannungen darin zu vermeiden. Diese neue Anordnung wurde von beiden Schülern bereits als „stabilisiertes Halbach Array“ zum Patent angemeldet.

Nun vertreten Alex Korocencev und Felix Sewing als eines von zwei Teams im Fachgebiet Technik das Land Baden-Württemberg beim Bundesfinale, das am 16. Mai startet, in Chemnitz.

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